HalleDarum wurden 23 Bäume an der B68 in Halle gefällt

23 Bäume wurden zwischen Holz Speckmann, der Bundesstraße 68 und dem Komplex der Nagel Group gefällt. Hier werden zusätzliche Lagerkapazitäten entstehen.

Jonas Damme, Marc Uthmann

Einige Bäume an der Bundesstraße 68 wurden jetzt gefällt, um Platz für eine neue Logistikhalle zu schaffen, die von der Nagel-Group betrieben werden wird. - © Herbert Gontek
Einige Bäume an der Bundesstraße 68 wurden jetzt gefällt, um Platz für eine neue Logistikhalle zu schaffen, die von der Nagel-Group betrieben werden wird. (© Herbert Gontek)

Halle. 20 Linden, zwei Birken und eine Weide wurden auf dem Gelände, wie berichtet, kurz vor Ende der Fällperiode abgesägt. Das deutete bereits daraufhin, dass an dieser Stelle ein größeres Projekt umgesetzt werden könnte.

Die Bestätigung dafür liefert jetzt die Versmolder Nagel-Group. Der Logistikkonzern betreibt am Standort bereits eine Kommissionierung, seit er die ehemalige Spedition Schulze übernommen hat. Schulze übernahm viele Jahre Logistikarbeiten für den Haller Süßwarenhersteller Storck. Auf Paletten produzierte Ware wurde für die Sendungen neu zusammengestellt und von Schulze dann transportiert. Diese Aufgaben hat Nagel übernommen – und das Geschäft wächst offenbar deutlich.

9.900 Quadratmeter zusätzliche Kapazität

„An diesem Standort werden zusätzliche Lagerkapazitäten entstehen", teilte Nagel-Sprecher Julian Mester auf Anfrage des Haller Kreisblattes mit. „Es wird eine Halle für die Lagerung von palettierten Stoffen errichtet." Die neue Halle wird als Fertigteilkonstruktion aus Stahlbeton gebaut, ihre Grundfläche soll sich auf 130 mal 80 Meter erstrecken, 9.900 Quadratmeter zusätzliche Lagerfläche werden so entstehen.

„Die Nagel-Group ist Betreiber der Logistikhalle", erläuterte Sprecher Julian Mester. Man sei nicht Eigentümer des Grundstückes und setze die Erweiterung dementsprechend auch nicht als Bauherr um. Auf die Anfrage des Haller Kreisblattes, ob Storck oder ein Tochterunternehmen des Süßwarenherstellers das Bauprojekt in Angriff nehme, wollte sich Storck-Unternehmenssprecher Bernd Rößler allerdings nicht äußern.

Stadt wusste nicht von den Fällungen

Bei der Stadt Halle wusste man im Vorfeld nichts von den geplanten Fällungen – was allerdings auch nicht nötig war. Zuständig für die Genehmigung des Projektes selbst wiederum ist der Kreis Gütersloh. Dort liegt bislang noch kein Bauantrag vor, teilte eine Sprecherin mit. „Die gefällten Bäume waren jedenfalls nicht durch einen Bebauungsplan geschützt", erklärte Stadt-Sprecher Timo Klack. Baumfällungen für Bauprojekte müssen bis zum 1. März umgesetzt sein, so schreibt es das Gesetz vor. Neben der letztlich durch Aktivisten verhinderten Maßnahme im Storck-Wald wurden zuletzt auch die Fällungen für das neue Jugendzentrum am Schulzentrum Masch durchaus kontrovers diskutiert.

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