Junger Haller (21) vergisst, dass er Drogen im Schrank hat

Anke Schneider

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Halle. Wer mit einem Lebensabschnitt abschließt, sollte die stummen Zeugen dieser Zeit vielleicht lieber entsorgen. Das war die Lehre, die ein junger Mann aus Halle nun aus einem Gerichtsprozess zog, der gegen ihn geführt wurde.

Im Rahmen eines Ermittlungsverfahrens gegen einen anderen Mann aus Halle hatte die Polizei die Wohnung des Angeklagten durchsucht. Dabei fand sie ein Tütchen mit gut einem Gramm Marihuana und eine Feinwaage in einem Schrank. „Dass ich das letzte Mal gekifft habe, ist bestimmt schon zwei Jahre her", sagte der 21-Jährige. „Ich habe vollkommen vergessen, dass ich das Zeug noch habe."

"Der Besitz ist nun mal strafbar"

Der Richter regte eine Einstellung des Verfahrens gegen eine Auflage an. Die Vertreterin der Staatsanwaltschaft bestand jedoch auf ein Urteil. Nicht zuletzt wegen der Vorstrafen der Angeklagten, unter denen sich auch einschlägige Taten befanden. So wurde der Haller 2019 schon einmal wegen des Besitzes von Betäubungsmitteln verurteilt.

Die Juristin führte aus, dass es zwar lobenswert sei, dass der Beschuldigte keine Drogen mehr konsumiere. „Sie haben das Zeug aber besessen und der Besitz ist nun mal strafbar", sagte sie. Das Gericht verurteilte den jungen Mann schließlich zu einer Geldbuße von 800 Euro, die er in Raten zahlen kann.

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