Gefordert: Ausweitung von Tempo-30-Zonen für drei Straßen in Halle

Heiko Kaiser

Der Grünen-Fraktionsvorsitzende Jochen Stoppenbrink (links) und sein Fraktionskollege Dieter Jung fordern auch für die Kreuzung Wischkamp/Gartnischer Weg mehr Sicherheit ein. - © Heiko Kaiser
Der Grünen-Fraktionsvorsitzende Jochen Stoppenbrink (links) und sein Fraktionskollege Dieter Jung fordern auch für die Kreuzung Wischkamp/Gartnischer Weg mehr Sicherheit ein. (© Heiko Kaiser)

Halle. Als sei es so abgesprochen, erscheint zum Pressetermin eine ältere Dame mit ihrem Gehwagen an der Kreuzung. Sie will aus dem Wischkamp kommend den Gartnischer Weg Richtung Wohnanlage Neumarkt überqueren, wo etwa 70 ältere Menschen leben. Das ist nicht ganz so einfach. Zum einen wegen des Verkehrs, zum anderen, weil die gegenüberliegende Bürgersteigabsenkung zugeparkt ist. Um hier für mehr Sicherheit zu sorgen, hat die Grünen-Fraktion jetzt beantragt, den Gartnischer Weg zwischen B 68 und Berliner Straße, die Kättkenstraße, den Wischkamp und die Blumenstraße in die östliche Tempo-30-Zone einzubeziehen. Und auch aus einem anderen Grund.

Das Straßenverkehrsamt hatte wegen der Kita Wischkamp auf fast der gesamten Länge der Martin-Luther-Straße Tempo 30 angeordnet. 30 gilt auch im Wischkamp in Höhe der Kita. Das aber führe zu einem Durcheinander von unterschiedlichen Geschwindigkeitsbegrenzungen in einem relativ kleinen Wohngebiet, heißt es in dem Antrag.

Noch besteht in Teilen des Wischkamps und des Gartnischer Weg Tempo 50. Gleiches gilt für die Kättkenstraße auf dem Abschnitt vor dem Berufskolleg. Hier liegt zudem ein Anwohnerantrag vor, das Tempo auf 30 Stundenkilometer zu reduzieren. Es wäre auch ein Gewinn für die alte Dame. „Die muss jetzt auf Gnade warten, damit sie rüberkann", sagt Dieter Jung mit Blick auf die Szene. Das soll sich bald ändern.

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