Haller Heime sind geimpft - Heimleiterin: "Impfung bleibt freiwillig"

Der Eggeblick und das Marienheim haben mindestens einen Impfdurchgang hinter sich. Die Impfbereitschaft bei den Bewohnern ist groß – bei den Mitarbeitern eher geteilt.

Heiko Kaiser

Altenzentrum Eggeblick - © Max Maschmann
Altenzentrum Eggeblick (© Max Maschmann)

Halle. Gestern sind im Haus Eggeblick die ersten Impfungen durchgeführt worden. Damit kommt Hoffnung auf, dass dort bald wieder ein Stück Normalität einkehren wird. Das Haus Eggeblick war stark von der Corona-Pandemie getroffen worden: Kurz vor Weihnachten sorgten positive Tests bei zehn Bewohnern und zwei Mitarbeitenden für große Besorgnis. Sieben infizierte Bewohner und zwei infizierte Mitarbeiter gibt es derzeit dort. „Seit über einer Woche aber sind keine neuen Fälle dazugekommen", sagt die Leiterin Marion Westerbarkei. Die Situation ist demnach stabil. Die ersten Impfungen könnten für weitere Beruhigung sorgen, zumal die Impfbereitschaft unter den Bewohnern groß ist. „95 Prozent wollen sich impfen lassen", berichtet Marion Westerbarkei. Auch Infizierte, die keine Symptome aufweisen, können sich impfen lassen. Wie hoch der Prozentsatz unter den Beschäftigten sein wird, sei noch nicht klar. Die Erhebung läuft noch.

Die ersten Impferfahrungen hat das Haller Marienheim derweil bereits hinter sich. Schon am 30. Dezember sind Bewohner und Mitarbeiter geimpft worden. Und das ganz kurzfristig. „Ich habe am 29. Dezember einen Anruf erhalten und bin gefragt worden, wie weit wir sind", erinnert sich die Leiterin der Einrichtung, Kerstin Büteröwe. Da bereits im Vorfeld alle Vorbereitungen getroffen worden waren und die notwendigen Zustimmungen vorlagen, konnte es schon am Tag darauf losgehen. „Bis auf zwei der insgesamt 55 Bewohner, die Corona bereits durchgemacht haben, haben sich alle impfen lassen", sagt Kerstin Büteröwe. Beim ersten Durchgang waren auch einige Mitarbeiter dabei. Denn das Haus hatte insgesamt 80 Impfdosen erhalten. Dabei habe es keine Komplikationen gegeben. „Einige der Bewohner und auch Mitarbeiter haben sich an den Tagen danach ein bisschen abgeschlagen und müde gefühlt, hier und da hat auch die Einstichstelle ein wenig geschmerzt." Ansonsten habe man Glück gehabt. Auch sie selbst habe keine größeren Beschwerden verspürt.

Am kommenden Mittwoch steht im Marienheim, das derzeit keine akuten Infektionsfälle hat, bereits die zweite Impfung an. „Mit dieser werden dann auch etwa 60 Prozent der Mitarbeiter geimpft sein", sagt die Heimleiterin und betont: „Auch die Entscheidung, sich nicht impfen zu lassen, respektieren wir. Die Impfung ist und bleibt freiwillig."

Copyright © Haller Kreisblatt 2021
Texte und Fotos vom Haller Kreisblatt sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.

Kommentare

Um Ihren Kommentar abzusenden, melden Sie sich bitte an.
Sollten Sie noch keinen Zugang besitzen, können Sie sich hier registrieren.

Mit dem Absenden des Kommentars erkennen Sie unsere Nutzungsbedingungen für die Kommentarfunktion an.