Standort für Impfzentrum steht fest: Halle ist es nicht

Der Kreis Gütersloh wird sein Impfcenter im ehemaligen Supermarkt für die britischen Streitkräfte, dem sogenannten NAAFI-Shop, an der Marienfelder Straße in Gütersloh aufbauen.

HK

Der Naafi-Shop wird das Impfzentrum beherbergen, das der Kreis Gütersloh aufbauen will. - © HK
Der Naafi-Shop wird das Impfzentrum beherbergen, das der Kreis Gütersloh aufbauen will. (© HK)

Halle. Auch die OWL-Arena in der Lindenstadt war im Gespräch als potenzieller Standort, doch sie erhielt nicht den Zuschlag. In der vergangenen Woche hatte sich ein Team des Kreises Gütersloh mit den teils schon öffentlich diskutierten Standorten befasst, Besichtigungen vorgenommen und eine Bewertungsmatrix erstellt. Drei Standorte waren zuletzt in der engeren Wahl.

Unter anderem Größe der Immobilie, Erreichbarkeit, Verfügbarkeit, Sicherungsmaßnahmen, Technik, Anschlüsse, Hygiene und örtliche Lage (Einzugsgebiet) waren Kriterien, die bewertet worden sind. Der NAAFI-Shop hatte am Ende die meisten Punkte.

Die Entscheidung für den zentralen Standort an der ehemaligen britischen Kaserne hat viele Vorteile. Um zu prüfen, welcher Standort für die Bevölkerung am besten zu erreichen ist, wurde in drei Radien gerechnet: zehn Kilometer, 15 Kilometer und 20 Kilometer.

Voraussichtlich acht Impfstraßen

Vor allem in den beiden größeren Radien punktet der NAAFI-Shop. Im größten betrachteten Umkreis leben deutlich mehr Menschen als bei den beiden Mitbewerbern. Ein weiterer Pluspunkt ist die Verfügbarkeit. Der ehemalige Supermarkt, vor rund 15 Jahren neu gebaut, steht seit vier Jahren leer und ist zeitlich mehr oder weniger unbegrenzt als Impfcenter nutzbar. Auch die Polizei hatte sich im Rahmen der Erkundung für den Standort ausgesprochen. Aus der Zeit der militärischen Nutzung ist unter anderem noch die Einzäunung erhalten.

Das Team Impfzentrum wird sich jetzt umgehend an die Ertüchtigung des Gebäudes machen und entsprechende Aufträge vergeben. Die Fachleute hatten am Freitag in einer kleinen Lagebesprechung bereits einen ersten Entwurf für eine räumliche Aufteilung des Gebäudes vorgelegt. Vorgegeben ist, dass pro 70.000 Einwohner eine Impfstraße vorgesehen ist. In der ersten Simulation waren acht eingetragen. Geplant ist, das Impfzentrum langsam hochzufahren, da zu Beginn der Impfung der Schwerpunkt auf den mobilen Teams liegen wird, die zunächst gefährdete Gruppen, etwa Pflegebedürftige, impfen sollen.

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