Betrunkener Handwerker bedroht Kinder und Jugendliche in der Nachbarschaft

Herbert Gontek

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Halle. Wegen Drohungen gegen das Leben und Beleidigungen zweier Nachbarn aus einer Wohnanlage für Kinder und Jugendlicher im vergangenen Mai stand ein 37-jähriger Handwerker ein zweites Mal vor Gericht. Der Angeklagte sagte, er werde von der Nachbarschaft dauerhaft belästigt. Seit seiner Scheidung habe er Alkoholprobleme und trinke täglich eine Flasche Spirituosen.

„Ich bin für ihn eine Hassfigur"

Nun wurde er seine Entgleisung mit 60 Tagessätzen zu je 15 Euro recht hart bestraft. „Ich bin für ihn eine Hassfigur", hatte am ersten Verhandlungstag ein 19-jähriger Zeuge geschildert. Sein Nachbar sei seinem Eindruck nach dauerhaft im Rausch und habe ihn nicht nur beleidigt, sondern auch versucht ihn anzuurinieren. In jüngster Zeit habe es allerdings keine Zwischenfälle mehr gegeben.

Eine damalige Praktikantin der Erziehungseinrichtung fühlte sich ebenfalls von dem Mann bedroht. Da sie am ersten Verhandlungstag verhindert gewesen war, sagte sie nun aus. Sie bestätigte die Attacken des Nachbarn. Er hätte ihr Angst gemacht, sagte sie vor Gericht. Inzwischen arbeitete sie nicht mehr in der Einrichtung.

Der Handwerker will das Urteil nicht akzeptieren. Es könne nicht sein, dass man auf dem eigenen Grundstück belästigt werde, ohne sich wehren zu dürfen, begründete er seine Entscheidung. Die Richterin sagte, dass sich wegen des Alkohols die Lage hochgeschaukelt habe und außer Kontrolle geraten sei.

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