Die Zahler für den Sandkamp-Abriss stehen fest

Die Haller warteten Jahre auf das Verschwinden der Häuser, nun zieht sich die Nachnutzung hin. Letzte Fragen sind aber gelöst.

Uwe Pollmeier

Das Sandkamp-Gelände - © Uwe Pollmeier
Das Sandkamp-Gelände (© Uwe Pollmeier)

Halle. Optisch kommt das brachliegende Sandkamp-Gelände zwar immer noch besser daher als die verfallenen Hochhäuser. Dennoch soll die Zukunft des Areals, auf dem bis Anfang 2019 zwei längst nicht mehr bewohnte Hochhäuser standen, anders aussehen als im Moment. „Der Bebauungsplan steht und ist rechtskräftig", bestätigt Bauamtsleiter Jürgen Keil. Dies sei nicht das Problem.

Dennoch dürfte noch sehr viel Zeit vergehen, bis auf dem Grundstück am Stadtrand wieder neue Häuser stehen werden. „Es ist eine sehr aufwendige Angelegenheit und der Teufel steckt hier wirklich im Detail", sagt Keil. Man habe mittlerweile alle Eigentümer aufgefunden beziehungsweise bei den unauffindbaren eine andere Person bestellt, die den Kostenbescheid für den Abriss entgegennimmt.

Insgesamt waren 87 Eigentümer an den beiden Hochhäusern beteiligt. Bereits vor gut einem Jahr hatte man bis auf zwei Personen alle ausfindig gemacht. Konkret ging es darum, die angefallenen Kosten für den Abriss in Höhe von rund 875.000 Euro, die zunächst die Stadt übernimmt, auf die Eigentümer umzulegen. Alternativ kann die jeweilige Summe vom Anwohner auch durch einen Grundstückverzicht ausgeglichen werden.

Es gebe jedoch immer noch einige rechtliche Fragen zu klären, bevor am Sandkamp wirklich die ersten Bagger tätig werden können. Auf eine zeitliche Prognose möchte Keil sich nicht festlegen. Darüber dürften sich wohl am meisten die Insekten freuen, denn in den beiden vergangenen Jahren diente die Fläche als blühende Blumenwiese. Dies dürfte auch 2021 der Fall sein.

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