Jeden Abend eine Flasche Schnaps: Betrunkener soll Nachbarn bedroht haben

Betrunkener soll seinen Nachbarn bedroht haben. Der fühlt sich von den Menschen nebenan "belästigt".

Herbert Gontek

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Halle. Da ein 37-jähriger Handwerker im vergangenen Mai zwei Nachbarn bedroht und beleidigt haben soll, stand er nun vor Gericht. Der Angeklagte erklärte dort, dass er von der Nachbarschaft dauerhaft belästigt werde. Er selbst habe nach seiner Scheidung schwere Alkoholprobleme und trinke jeden Abend eine Flasche mit hochprozentigen Spirituosen.

Zeuge: Angeklagter habe versucht, ihn anzuurinieren

„Ich bin für ihn dauerhaft eine Art Hassfigur", schilderte ein 19-jähriger Zeuge vor Gericht. Sein Nachbar sei seinem Eindruck nach dauerhaft im Rausch. Er habe ihn nicht nur beleidigt, sondern auch versucht ihn anzuurinieren. In jüngster Zeit habe es allerdings keine Zwischenfälle mehr gegeben.

Ein Problem der nachbarschaftlichen Beziehungen ist nach Schilderung des Angeklagten eine betreute Wohneinrichtung, aus der es immer wieder Attacken geben soll. Er entschuldigte sich nach Aufforderung der Richterin bei dem jungen Mann.

Die Nachbarin, die sich ebenfalls von dem Handwerker bedroht fühlte, konnte nicht vor Gericht erscheinen, weil ihr eine Quarantäne verordnet wurde. Der Prozess gegen den 37-Jährigen soll am 17. November fortgesetzt werden. Die Richterin machte dem Angeklagten klar, dass er sich unbedingt einer Suchtbehandlung unterziehen müsse, um sein Alkoholproblem in den Griff zu bekommen.

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