Amprion stoppt Autobahnverkehr: Arbeiten an Stromleitungen erfolgreich

Am Sonntagmorgen wurde der Verkehr auf der A 33 gleich zwei Mal zum Erliegen gebracht, um die neue Höchstspannungsleitung über die Schnellstraße vorzubereiten.

Andreas Eickhoff

Ein schwindelfreier Industriekletterer hilft beim Einspannen der Kabel. Zwei Mal musste die A33 dafür gesperrt werden.  - © Ulrich Fälker
Ein schwindelfreier Industriekletterer hilft beim Einspannen der Kabel. Zwei Mal musste die A33 dafür gesperrt werden.  (© Ulrich Fälker)

Halle. Projektleiter Sven Eilers vom Netzbetreiber Amprion war gegen 11 Uhr sehr zufrieden mit dem Ablauf der sonntäglichen Arbeit und dem Ergebnis. Zunächst war die Autobahn gegen 9 Uhr in beide Fahrtrichtungen gesperrt worden, nach gut 20 Minuten konnte der Verkehr zunächst wieder freigegeben werden. Für die Arbeiten blieb der Überholfahrstreifen den gesamten Sonntagvormittag über gesperrt, das führte aber zu keinen Verkehrsbehinderungen. Auch die Vollsperrung um 9 Uhr sorgte nur für einige hundert Meter Stau, der sich nach der Öffnung schnell wieder auflöste.

Die Zugseile liegen über die vier Fahrspuren. Alle Fahrzeuge mussten einige Minuten warten.  - © Andreas Eickhoff
Die Zugseile liegen über die vier Fahrspuren. Alle Fahrzeuge mussten einige Minuten warten.  (© Andreas Eickhoff)

Die mehr als ein dutzend Arbeiter nutzen die Zeit der Vollsperrung, um das vorhandene Seil zu demontieren. Polizeibeamte hatten den Verkehr an den Auffahrten Halle und Künsebeck verlangsamt, ehe er dann in einem Sicherheitsabstand komplett gestoppt wurde. Viele der Autofahrerinnen und Autofahrer mit auswärtigen, aber auch mit heimischen Kennzeichen wussten überhaupt nicht, warum sie nun plötzlich auf der Autobahn standen. Zwar hatten Polizeibeamte den ersten im Stau stehenden Fahrzeuglenkern das Prozedere erläutert und gebeten, das Wissen weiterzugeben, doch das klappte nicht so optimal. Dafür ging es dann auch schnell weiter, so dass letztlich nur einige Pferde in ihren Anhängern unruhig wurden und mit den Hufen scharrten.

Batterie leer Zwei Autos blieb im Stau liegen

Mit gut 20 Minuten Verspätung konnte dann die zweite Vollsperrung starten, weil sich die Beamten der Autobahnpolizei um zwei Liegenbleiber hatten kümmern müssen. Eine Osnabrücker Cabriofahrerin und ein österreichischer BMW-Fahrer konnten mangels fehlender Energie ihre Fahrzeuge nicht mehr starten. Vermutlich hatten sie während des Wartens mit dem Radio oder ähnlichem ihre Batterien entladen.

Die Cabriofahrerin wurde von anderen Verkehrsteilnehmern noch vom Hauptfahrstreifen auf den Seitenstreifen geschoben, der BMW stand auf der linken Überholfahrspur und bewegte sich keinen Millimeter mehr. Nachdem der Mittelklassewagen abgeschleppt war, sperrten die Polizisten die Autobahn erneut.

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Nun zogen die Arbeiter die sogenannten „Vorseile" für den Neubau der Leitung Gütersloh-Blankenhagen nach Hesseln ein. Auch hier reichte der vorgegebene Zeitrahmen, so dass kurz vor 11 Uhr die beiden Fahrtrichtungen wieder freigegeben werden konnten. Mit Hilfe der „Vorseile" werden bald die endgültigen 380-kV-Kabel auf der neuen Stromtrasse gespannt.

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