Kostenlose Bus-Tickets für Haller Schüler gefordert

Der CDU-Stadtverband macht sich stark für ein kommunal-finanziertes Busticket. Das soll den Schülern der Haller Schulen zugutekommen. Der Kreis macht es vor.

Ekkehard Hufendiek

Bürgermeisterkandidat Thomas Tappe (von links), Elke Rosenthal, Hendrik Schaefer, Sven Wöpkemeier, Detlev Kroos, Dr. Ute Müller, Claudia Stricker, Reinhard Stricker und Benedikt Freiherr Teuffel von Birkensee vom CDU-Stadtverband fordern ein kostenloses Busticket für Haller Schüler. - © Ekkehard Hufendiek
Bürgermeisterkandidat Thomas Tappe (von links), Elke Rosenthal, Hendrik Schaefer, Sven Wöpkemeier, Detlev Kroos, Dr. Ute Müller, Claudia Stricker, Reinhard Stricker und Benedikt Freiherr Teuffel von Birkensee vom CDU-Stadtverband fordern ein kostenloses Busticket für Haller Schüler. (© Ekkehard Hufendiek)

Halle. „Das ist im Sinne des Klimaschutzes", begründet CDU-Bürgermeisterkandidat Thomas Tappe den Antrag. Er ist zusammen mit acht weiteren CDU-Wahlkreiskandidaten zum Busbahnhof gekommen, um für den CDU-Antrag zu werben. Darin geht es um die „Prüfung der Einführung des Schülertickets für die Schulen in Trägerschaft der Stadt Halle". Also um ein Busticket für Haller Schüler.

Das soll demnächst für die Schüler kostenlos erhältlich sein. Die Kosten pro Schüler in Höhe von etwa 15 Euro sollen komplett von der Stadt finanziert werden. Bei den Schulen, die in Trägerschaft des Kreises Gütersloh stehen, also beim Kreisgymnasium und der Peter-August-Böckstiegel-Gesamtschule gibt es die Regelung schon. Bei den Schulen in Trägerschaft der Stadt hingegen noch nicht. Das will der CDU-Stadtverband ändern: „Alle Schüler sollen gleich behandelt werden", fordert Thomas Tappe.

Sieben Tage und rund um die Uhr gültig

Zunächst müsse geprüft werden, ob die Einführung als Pilotprojekt möglich sei. Das Ticket gilt dann rund um die Uhr an allen sieben Wochentagen. Darüber hinaus soll laut Antrag geprüft werden, ob auch Schüler, die keinen Anspruch auf Übernahme der Schülerfahrtkosten haben, nämlich solche, die näher als zwei Kilometer (Grundschule), 3,5 Kilometer (weiterführende Schule) oder fünf Kilometer (Abiturienten) von der Schule entfernt wohnen, solch ein Schülerticket erhalten können. Dann müsste die gewünschte Regelung als Solidarmodell erfolgen, ebenfalls mit Kostenübernahme durch die Stadt.

Detlev Kroos, altes und auch neues Kreistagsmitglied der CDU, preist die Vorteile des Tickets an: „Wir erhoffen uns Kosteneinsparungen durch weniger Verwaltungsaufwand und weniger Verkehre, weil mehr Kinder den ÖPNV nutzen". Elke Rosenthal argumentiert ähnlich: „Es gäbe weniger Elterntaxis", sagt sie. Und auch das wetterabhängige Risiko einer Fahrradfahrt sei gemindert. Thomas Tappe beschreibt die Vorteile des Fahrscheins besonders anschaulich: „Wenn die Schüler in Bokel so ein Ticket hätten, dann würden sie bei Regen nicht nass".

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