Kind an Grundschule Gartnisch mit Corona infiziert: Was sind die Folgen?

Der Fall vom Mittwoch betrifft eine heimische Bildungseinrichtung. Das sind die Folgen der Infektion.

Marc Uthmann

Die Grundschule Gartnisch hat einen Corona-Fall zu verzeichnen. - © Nicole Donath
Die Grundschule Gartnisch hat einen Corona-Fall zu verzeichnen. (© Nicole Donath)

Halle. Mehrere Wochen galt Halle in der offiziellen Corona-Statistik des Kreises Gütersloh als infektionsfrei. Seit Mittwoch gibt es wieder einen Fall – und zwar an der Grundschule Gartnisch. Ein Kind hat sich infiziert, allerdings mussten deshalb bislang keine weiteren Quarantäne-Maßnahmen ergriffen werden. Der Unterricht kann wie geplant weiterlaufen.

Schulamtsleiterin Regina Bresser bestätigte dem Haller Kreisblatt, dass die Neuinfektion bei einem Kind aufgetreten ist, dass die Grundschule Gartnisch besucht. „Es hat sich aber nicht in der Schule angesteckt“, betonte die für die Bildungseinrichtungen der Stadt zuständige Fachbereichsleiterin. Das Kind sei am Montag, 18. Mai, in der Schule gewesen und habe am Sonntag darauf Symptome gezeigt. Der Covid-19-Test sei dann positiv ausgefallen. Es befinde sich jetzt natürlich in Quarantäne.

Keine besonderen Kontakte vermerkt

„In der Schule müssen ja Kontaktformulare geführt werden. Die wurden vom Gesundheitsamt des Kreises ausgewertet, zudem hat Schulleiterin Kristina Niemeyer noch einmal in der Gruppe des Kindes nachgefragt, ob es besondere Kontakte gegeben hat“, berichtet Regina Bresser. In den Listen wird festgehalten, wer in Gruppen zusammen Unterricht hat, wer Lehrkraft ist. Zudem wird vermerkt, ob es Kontakte gab, bei denen das Abstandsgebot verletzt wurde. Das kann verschiedene Gründe haben, zum Beispiel wenn ein Lehrer einem Kind aufhelfen muss, das gestürzt ist.

„In diesem Fall waren keine solchen besonderen Kontakte vermerkt“, berichtet Regina Bresser. Somit gehen die Behörden davon aus, dass alle Beteiligten die Abstandsregeln eingehalten und Infektionen vermieden haben. Nicht zuletzt deshalb, und weil das Kind erst mehrere Tage nach seinem Schulbesuch erste Symptome zeigte, habe das Kreisgesundheitsamt entschieden, dass kein weiteres Kind der Gruppe oder eine Lehrkraft in Quarantäne gehen muss, sagt Regina Bresser.

Schulleiterin Kristina Niemeyer hat bereits die Schulpflegschaft, die Eltern der betroffenen Gruppe und das Kollegium informiert. „Wir wollen in solchen Fällen auch künftig mit größtmöglicher Transparenz vorgehen“, betont die Schulamtschefin.

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