Schatzsucher aufgepasst: Haller Grüne initiieren digitale Schnitzeljagd

Kontaktverbot – was nun? Auf diese Frage haben auch die Haller Grünen keine ultimative Antwort, aber sie haben einen unterhaltsamen Vorschlag: Raus in die Natur und dabei Halles Bäume entdecken!

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Silvan Meermann und Ingetraud Beckebanze haben die Geocaching-Tour vorbereitet. - © Grüne Halle
Silvan Meermann und Ingetraud Beckebanze haben die Geocaching-Tour vorbereitet. (© Grüne Halle)

Halle. Ingetraud Beckebanze und Silvan Meermann von den Grünen haben in Halle sechs Geocaches („geheime Lager") angelegt, die nun über die Opencaching-App gefunden werden können. „Opencaching ist der kleine Bruder von dem bekannteren Geocaching", erklärt Ingetraud Beckebanze, „Beides sind Internet-Plattformen für GPS-Schnitzeljagden."

„Unsere sechs Caches haben wir unter ein gemeinsames Thema gestellt: Wissenswertes zu besonderen Haller Bäumen", ergänzt Silvan Meermann. In Zeiten der Klimakrise und warmen Sommer sehen die Grünen Handlungsbedarf, den Baumbestand in Halle in den Blick zu nehmen. Denn Bäume seien derzeit wichtiger denn je. Sie beeinflussten das Lokalklima positiv, indem sie durch die nächtliche Frisch- und Kaltluftproduktion thermisch ausgleichend wirkten.

Gut 20 Kilometer Strecke verbinden die Verstecke

Während Ingetraud Beckebanze mehr für die Recherche und die technische Umsetzung der sechs Geocaches verantwortlich war, machte Silvan Meermann vor allem Feldarbeit. Er suchte geeignete Baumstandorte und dort nach passenden Verstecken, dann dokumentierte er die entsprechenden Koordinaten und versteckte schließlich die Geocache, bei denen es sich um wasserdichten Behälter handelt, in denen sich jeweils ein Logbuch befindet. Bis zur endgültigen Veröffentlichung der Geocaches ist er die sechs Standorte mehrmals mit seinem Fahrrad angefahren und kann deshalb aus Erfahrung sagen: „Wer die Caches in einem Rutsch besuchen möchte, kann das wunderbar mit einer knapp 20 Kilometer langen Radtour verbinden."

Zwei der grünen Geocaches sind in Nähe der Haller Innenstadt zu finden, an der Kiskerstraße und im Laibachpark. Von dort empfiehlt Silvan Meermann, über den Paulinenweg in den Tatenhauser Wald zu fahren, und weiter über Bokel nach Künsebeck. Zurück im Zentrum findet der Geocacher auf dem alten Friedhof den letzten Cache und kann sich anschließend mit einem Eis belohnen. Aber natürlich kann man jeden Cache auch einzeln besuchen", ergänzt Ingetraud Beckebanze, „Sie sind nicht aufeinander aufgebaut."

Wissenswertes witzig verpackt

Getreu dem Motto „Wissen hilft schützen" beinhaltet jeder Geocache-Eintrag eine kurze Beschreibung der jeweiligen Baumart und wissenswerte Zusammenhänge.

Unstrittig, aber bei vielen Bürgern nicht bekannt, ist die Information, welche die Geocacher über den Künsebecker Baum, einen Birnbaum, erfahren: Essbares (Stein- und Kernobst, Beeren und Nüsse), das auf öffentlichen Flächen in Halle wächst, gehört allen Bürgern, und kann ohne weitere Rücksprache geerntet werden.

Weitere Infos gibt es unter www.gruene-hallewestfalen.de.

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