Brand im Haller Herz: Bewohner attackiert Rettungskräfte

Melanie Wigger,Tasja Klusmeyer

Auf beiden Seiten des brennenden Hauses an der Rosenstraße standen die Einsatzkräfte. - © Melanie Wigger
Auf beiden Seiten des brennenden Hauses an der Rosenstraße standen die Einsatzkräfte. (© Melanie Wigger)

Halle. Aus dem Dachgeschoss des Fachwerkhauses an der Rosenstraße rauchte es ordentlich. Ein Großaufgebot an Rettungskräften machte sich am Montag, 17. Februar, gegen 23 Uhr auf den Weg in die Haller Innenstadt.

Beim Eintreffen der Polizei waren die Bewohner von der Feuerwehr bereits aus dem Haus evakuiert worden. Der 37-jährige Wohnungsinhaber, so schildert die Pressestelle der Kreispolizeibehörde Gütersloh, aber habe immer wieder zurück ins Gebäude gewollt. Er musste mit Gewalt davon abgehalten werden.

37-Jähriger wehrt sich gegen Behandlung

Sein Widerstand setzte sich fort. Der offenbar betrunkene Mann sollte in den Rettungswagen gebracht werden. Dabei griff er laut Polizei zunächst eine Rettungssanitäterin an und beleidigte die Notärztin. Dabei war eine Behandlung erforderlich. Der 37-Jährige hatte beim Versuch, die Flammen zu löschen, Verbrennungen ersten Grades sowie eine Rauchgasvergiftung erlitten.

Trotz der Enge steuerten die Feuerwehrleute die Fahrzeuge über den Kirchplatz. - © Melanie Wigger
Trotz der Enge steuerten die Feuerwehrleute die Fahrzeuge über den Kirchplatz. (© Melanie Wigger)

Er wurde schließlich mit dem Rettungswagen in ein Krankenhaus gebracht. Ihn erwartet nun eine Anzeige wegen Angriffs und Beleidigung gegen die Rettungskräfte.

Ursache und Schadenshöhe noch unklar

Andere Personen wurden nicht verletzt. Zur Brandursache kann die Polizei noch keine Angaben machen; sie wird in den kommenden Tagen genauer untersucht. Der Brandherd liegt offenbar in der Küche des Betroffenen. Ebenso wenig enthält der Polizeibericht Angaben zur Schadenshöhe.

Die Löschzüge aus Halle und Hörste waren mit 45 Einsatzkräften und sieben Fahrzeugen ausgerückt. Mehrere Fahrzeuge sowie eine Drehleiter wurden durch die schmalen Zufahrten bis auf den Kirchplatz manövriert. "Eine logistische Meisterleistung", meinte Einsatzleiter Christian Herden.

Während der Löscharbeiten wurde die Lange Straße (B68) auf Höhe des Kirchplatzes bis zur Kreuzung mit der Martin-Luther-Straße gesperrt.

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