Nachfrage nach Kindergartenplätzen in Halle steigt

Das Anmeldeverfahren über Kivan ist beendet. Da zukünftig auch das vorletzte Kindergartenjahr beitragsfrei ist, erwartet der Kreis Gütersloh mehr Anmeldungen. Weil die neue evangelische Kita erst 2021 startet, sind Übergangslösungen notwendig.

Uwe Pollmeier

Das Rennen um die Kindergartenplätze ist eröffnet. - © Pixabay
Das Rennen um die Kindergartenplätze ist eröffnet. (© Pixabay)

Halle. „Im aktuellen Kindergartenjahr sind alle angemeldeten Kinder versorgt worden“, sagt Marianne Tröster, zuständig für die Kindergartenbedarfsplanung im Kreis Gütersloh. Eine Aussage, die den Mitgliedern des Jugend- und Sozialausschusses bekannt vorkommen dürfte. Schließlich konnten bisher immer die anfänglichen Lücken weitergehend geschlossen werden, sogar wenn, wie in diesem Jahr, eine eingeplante Kita gar nicht an den Start gehen konnte.

„In unseren Berechnungen war bereits die evangelische Kita an der Neustädter Straße mit drin“, erklärte Tröster. Diese sollte ursprünglich bereits im Sommer 2019 eröffnen, inzwischen ist aber längst klar, dass dies frühestens zum Kitajahr 2021/2022 der Fall sein wird. „Wir mussten daher für 13 Kinder eine Übergangslösung finden und das wird auch wieder im kommenden Kindergartenjahr der Fall sein“, sagte Tröster.

Die Planung sieht vor, dass 98 Prozent der Kinder ab drei Jahre einen Platz in einer Kindertageseinrichtung erhalten. Somit kämen auf 644 Kinder 633 Plätze. Die Kindertagespflegeplätze wären hier nur ein ergänzendes Angebot.

Vorletztes Kita-Jahr ist bald auch beitragsfrei

Die aktuellen Anmeldezahlen über das Online-Portal Kivan zeigen, dass 73 Kinder über drei Jahren sowie 167 Kinder unter drei Jahren angemeldet wurden. Demgegenüber stehen 66 freie Plätze (Ü3) und 120 freie Plätze (U3). Darin sind jedoch die Plätze im Bereich der Kindertagespflege noch nicht berücksichtigt.

Tröster erwartet für die Zukunft eine steigende Nachfrage, da der NRW-Landtag bereits im November beschlossen hat, dass neben dem letzten zukünftig auch das vorletzte Kindergartenjahr beitragsfrei ist. Die letzten Zu- oder Absagen werden für die zweite Priorität heute und für die dritte Priorität am kommenden Mittwoch rausgehen. Dann ist das Verfahren zunächst abgeschlossen und es muss geschaut werden, wo eventuell noch freie und somit zu vergebene Plätze sind.

„Die Zahlen wirken derzeit beruhigend. Aber so richtig wissen wir es erst, wenn das Verfahren abgeschlossen ist“, sagte Renate Bölling (SPD). Ingetraud Beckebanze (Die Grünen) sorgte sich währenddessen um die Zukunft der Gerry-Weber-Kita. „Wir haben die Zusicherung, dass die Kita bestehen bleibt“, sagte Tröster. Ob dies jedoch für alle Gruppen so sei, werde derzeit noch verhandelt.

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