Auf dem Borgers-Gelände in Halle wird doch schon gebuddelt

Die einstigen Schrebergärten müssen einem geplanten Neubau weichen. Denn die Stadt hat einen Teil des Geländes verkauft.

Uwe Pollmeier

Die ehemaligen Schrebergärten am Klingenhagen sind berschwunden. Die Stadt hat das Grundstück verkauft. - © Uwe Pollmeier
Die ehemaligen Schrebergärten am Klingenhagen sind berschwunden. Die Stadt hat das Grundstück verkauft. (© Uwe Pollmeier)

Halle. Auf dem früheren Betriebsgelände der Textilrecyclingfirma am Klingenhagen werden wohl frühestens 2023 Bagger die Vorbereitungen für die von der Stadt angestrebte Wohnbebauung schaffen (das HK berichtete). Auf dem westlichen Teil des Areals, auf dem sich viele Jahre lang Schrebergärten befanden, wird allerdings jetzt schon ordentlich Erde bewegt.

„Das Grundstück wird derzeit freigeräumt, da es bebaut werden soll", erklärt Michael Flohr vom Bauamt der Stadt Halle. Allerdings nicht mit Wohnungen von der Stadt Halle, sondern vom aktuellen Eigentümer des Areals. „Wir haben dieses Grundstück veräußert", erklärt Michael Flohr dazu.

Der westliche Teil  ist frei von Altlasten

Im Sommer 2018 hatte die Stadt die 17.000 Quadratmeter große Fläche zwischen Klingenhagen und Bahnlinie gekauft, der Preis blieb geheim. Nun wurde der westliche, etwa 5.000 Quadratmeter große Teil weiterverkauft. Dass er im Gegensatz zum restlichen Gelände direkt genutzt und bebaut werde kann, hat einen einfachen Grund. „Dieser Teil gehörte nie zur gewerblichen Nutzung", erklärt Flohr. Somit ist diese Fläche frei von Altlasten und bedarf daher auch keinerlei Entsorgungsarbeiten.

Zwar sei das Grundstück am Klingenhagen früher ebenfalls Eigentum der Firma Borgers gewesen, sei von dieser aber nie genutzt worden. Die Stadt kaufte es jedoch im Gesamtpaket mit dem eigentlichen Firmenareal und bot nun dieses Teilgelände an. Den Käufer der langen und schmalen Fläche möchte die Stadt nicht bekanntgeben.

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