Kommt, geht Liebe schenken! 400 Menschen bekommen Liebesbriefe

„Geliebt werden“ lautete das Thema der Holy Night in der St. Johanniskirche. Mehr als 400 Besucher lauschten den Worten von Pastor Bernd Eimterbäumer

Florian Gontek

Führten durch die Heilige Nacht: Lisa Möller (links) und Niklas Kramer (rechts). - © Florian Gontek
Führten durch die Heilige Nacht: Lisa Möller (links) und Niklas Kramer (rechts). (© Florian Gontek)

Halle. Niklas hat vier Geschenke mehr bekommen als Lisa. Die beiden hatten
gewettet, Niklas hat gewonnen. Er war gut zu seinen Mitmenschen, hat seinem Nachbarn zum Beispiel häufiger beim Rasenmähen geholfen. Wird Niklas jetzt mehr geliebt als Lisa? Es ist eine zentrale Frage,
die die Moderatoren Lisa Möller und Niklas Kramer gleich zu Beginn der Nachtmesse an die mehr als 400 Besucher geben.

„Liebe ist alles,was wir brauchen", sagt Pastor Bernd Eimterbäumer – und liest aus Johannes 4, Vers 9: „Daran ist erschienen die Liebe Gottes gegen uns, daß Gott seinen eingeborenen Sohn gesandt hat in die
Welt, daß wir durch ihn leben sollen". Es ist der Kern von Eimterbäumers Predigt. Gottes Liebe, die er in Form seines Sohnes in die Welt gebracht hat – und die wir Menschen multiplizieren sollen. Kurz: Nächstenliebe.

Eine Bedienungsanleitung für die Nächstenliebe

„Liebe bereichert unser Herz und macht aus einem ganz normalen einen sonnigen Tag",
sagt Eimterbäumer. Untermalt werden seine Worte mit einem Video und einigen Briefen aus der Gemeinde, die er vorliest. Es sind Dankesbriefe an den Pastor und seine Arbeit. „Diese Briefe sind geschrieben aus Liebe, mit so unterschiedlichem Hintergrund – ich werde sie noch als alter Mann im Seniorenheim auf der Veranda lesen" sagt Eimterbäumer.

„Liebe bereichert“: Pastor Bernd Eimterbäumer lieferte in seiner Predigt ein Plädoyer dafür, Liebe so oft es geht zu verschenken. - © Florian Gontek
„Liebe bereichert“: Pastor Bernd Eimterbäumer lieferte in seiner Predigt ein Plädoyer dafür, Liebe so oft es geht zu verschenken. (© Florian Gontek)

In der Holy Night wurde nicht nur Liebe durch Worte oder Worship-Musik transportiert – auch die Kollekte des Gottesdienstes hatte im besonderen Maße mit Nächstenliebe zutun. Das Geld kam der Finanzierung der Stelle von
Gemeindereferent Sebastian Plath zugute. Plath setzt sich in der Gemeinde seit Jahren für die Schwächeren ein.

Zum Abschied bekam jeder Besucher „Liebesbriefe". Kleine Zettel, mit ausgewählten Bibelversen. Eine Bedienungsanleitung für die Nächstenliebe. Ganz praktisch, zum weiterverschenken.

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