Der größte Sportverein der Stadt hat allen Grund zum Feiern

Der SC Halle feierte sein 100-jähriges Bestehen. Da standen die Sportpersönlichkeiten Schlange. Und auf der Bühne ging es rund.

Andre Schneider

Gäste und Gastgeber: Reiner Koller (von links), Matthias Kamann, Wolfgang Rehschuh, Dr. Matthias Reich, Dieter Baars, Reinhard Stricker, Manfred Gandelheid und Henning Witte. - © Andre Schneider
Gäste und Gastgeber: Reiner Koller (von links), Matthias Kamann, Wolfgang Rehschuh, Dr. Matthias Reich, Dieter Baars, Reinhard Stricker, Manfred Gandelheid und Henning Witte. (© Andre Schneider)

Halle. Die Uhr an der Leinwand zeigte 19.19 Uhr – passend zum Gründungsjahr. Der Gong ertönte fast pünktlich. Die Besucher der Jubiläumsfeier zum 100-jährigen Bestehen des SC Halle wurden in vielen Sprachen begrüßt: Arabisch, Türkisch, Persisch, Dänisch und Kurdisch. Eine Anspielung auf das, was der Sportclub heute verkörpert.

„Darauf sind wir stolz", sagte Vorsitzender Wolfgang Rehschuh. Er blickte in seiner Rede auf das vielfältige Angebot des Haller Traditionsvereins, das weit mehr als die klassischen Ballsportarten bietet. Seien es Gymnastik, Rollator-Training oder die erfolgreiche Jazz- und Moderndance-Abteilung. Das alles mache den größten Sportclub der Lindenstadt zu „einem stabilen Verein". Rehschuh gab aber auch zu bedenken: „Schwieriger, als einen Verein aufzubauen, ist es, ihn aufrechtzuerhalten."

100 Jahre SC Halle

Dafür habe sich der SC Halle selbst das größte Geschenk gemacht. „Auch durch den großen Brand haben sich die Mitglieder des Vereins nicht entmutigen lassen und haben ihr Clubheim errichtet", freute sich Dieter Baars. Der stellvertretende Bürgermeister sprach Grußworte für die Stadtverwaltung aus.

Besondere Ehre für Manfred Gandelheid

So geht die Geschichte des SC Halle unaufhörlich weiter. Einer, der sie maßgeblich mitprägte, war Manfred Gandelheid. Lange engagierte sich der Fußballer im Vorstand des SC und übernahm auch auf Kreis- und Bezirksebene zahlreiche Ehrenämter. Dafür ehrte ihn Reiner Koller, Ehrenamtsbeauftragter im Fußballkreis Bielefeld, mit der Ehrennadel in Gold des Fußball- und Leichtathletik-Verbandes Westfalen.

Der SC präsentierte zum Jubiläum eine bunte Show mit vielen Auftritten und zahlreichen Ehrengästen. - © Andre Schneider
Der SC präsentierte zum Jubiläum eine bunte Show mit vielen Auftritten und zahlreichen Ehrengästen. (© Andre Schneider)

Besondere Ehre bereitete dem SC Halle jüngst auch die Jazz- und Moderndance-Abteilung. Die Tänzerinnen der Formation La Vida sorgten für den größten Erfolg der Vereinsgeschichte: den Aufstieg in die Zweite Bundesliga. Da lag es auf der Hand, dass die Tänzerinnen um Trainerin Manon Vobejda ihr Können präsentierten. In der Zweiten Bundesliga stehen weite Auswärtsfahrten an. „Deshalb suchen die Tänzerinnen noch Sponsoren", warb Moderator Hans Feuß.

In der „ersten Liga" spielt Florian Halimi bereits. Der Hamburger ist norddeutscher Meister im Freestyle-Football und sorgte genau wie die Tänzerinnen für einen Teil des bunten Showprogramms. Er beeindruckte das Publikum im voll besetzten Forum des Schulzentrums Masch mit zahlreichen Ballstafetten und Tricks mit dem runden Leder. Das bekam auch Murat Belen zu spüren. Der Trainer der ersten Herrenmannschaft lieferte sich auf der Bühne einen kleinen Wettkampf mit dem Profi – einige Tricks gelangen ihm.

Show: Sport-Mode aus verschiedenen Jahrzehnten. - © Andre Schneider
Show: Sport-Mode aus verschiedenen Jahrzehnten. (© Andre Schneider)

Großes Lob an die Ehrenamtlichen

Einen weiteren Programmpunkt steuert Magret Eberl bei. Die hauptamtliche Referentin des Kreissportbundes Gütersloh zeigte auf, was Sportvereine – also auch der SC Halle – leisten. „Aktive machen es einfach. Sie denken gar nicht darüber nach, sondern erfüllen einfach ihre Aufgaben. So ein Jubiläum ist eine gute Gelegenheit, sich einmal vor Augen zu führen, was Ehrenamtliche alles leisten", lobte Eberl. Sportvereine erfüllten neben Wettkampfsport auch vielfältige soziale Aufgaben: beispielsweise Sport im Alter, Gesundheitsförderung und einen Bildungsauftrag.

Und manche Vereine, wie der SC Halle, leisten einen besonderen Beitrag in der Integration – und sprechen beim Miteinander viele Sprachen.

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