Kurz vorm Lückenschluss: Letzter Lauf auf der A33 - und jeder kann gewinnen

Christian Helmig,Andreas Großpietsch

Rund 1000 Sportler kamen 2018 zum Autobahnlauf nach Steinhagen. - © Christian Helmig
Rund 1000 Sportler kamen 2018 zum Autobahnlauf nach Steinhagen. (© Christian Helmig)

Halle/Borgholzhausen. Am Montag, 18. November, wird die Lücke auf der Autobahn 33 zwischen Halle und Borgholzhausen geschlossen. Zwei Tage bevor das rund sieben Kilometer lange Teilstück für Autos und Lkw freigegeben wird, dürfen die Menschen den frischen Asphalt noch einmal zu Fuß erkunden. Wie der LC Solbad Ravensberg Mittwoch mitteilte, veranstaltet der Verein am Samstag, 16. November, einen Autobahnlauf.

„Das ist die letzte Chance", macht Geschäftsführerin Sabine Lünstroth Werbung für die Großveranstaltung, zu der zwischen 500 und 600 Sportler und sicher mindestens so viele Zuschauer erwartet werden. Der Startschuss für die Strecken über fünf und zehn Kilometer fällt um 9.30 Uhr am Pilz-Imbiss in Borgholzhausen. Über einen Wendepunkt ist dort auch das Ziel wieder zu erreichen.

Bei gutem Wetter starten auch die Inliner

„Wenn es das Wetter zulässt, wollen wir vorher noch ein Inlinerrennen veranstalten", sagt Lünstroth. Weil der Lauf kurzfristig geplant wird, verzichtet der LC Solbad auf eine Voranmeldung und Zeitnahme. Auch Sieger werden nicht gekürt. Über eine Startkartentombola soll jeder Teilnehmer die Chance auf einen Gewinn bekommen.

Letzter Arbeiten zwei Monate vor der offiziellen Eröffnung des letzten Autobahnteilstücks. - © Andreas Großpietsch
Letzter Arbeiten zwei Monate vor der offiziellen Eröffnung des letzten Autobahnteilstücks. (© Andreas Großpietsch)

Die Nachricht, dass der Autobahnabschnitt bereits Mitte November eröffnet wird, erfreute Mittwoch viele Beteiligte in Halle und Borgholzhausen. „Es freut mich sehr, dass die Autobahn früher fertig wird. Die zeitliche Planung ist gut, denn so können die Menschen hier die Eröffnung feiern", so Halles Bürgermeisterin Anne Rodenbrock-Wesselmann. Die Freigabe des vorletzten A 33-Abschnitts von Steinhagen nach Halle erfolgte weitgehend unter Ausschluss der Öffentlichkeit an einem trüben Januarmorgen. Was nicht nur Halles Stadtoberhaupt missfiel – angesichts einer Bauphase, die für viele Menschen erhebliche Belastungen mit sich gebracht hatte.

Problem: Das Nadelöhr am Borgholzhausener Bahnhof

„Seit 2001 befindet sich das Autobahnende in Borgholzhausen-Bahnhof. Dort hat man die Fertigstellung besonders herbeigesehnt", sagt Dirk Speckmann, Bürgermeister von Borgholzhausen. Das Nadelöhr am Bahnhof war in den vergangenen Jahren der Ort, der am stärksten von den Auswirkungen der Autobahnlücke betroffen war. Dass die Tortur für die Menschen dort jetzt sechs Wochen früher zu Ende geht, ist für den Verwaltungschef eine sehr erfreuliche Nachricht.

Am 18. Nobemver wird groß gefeiert

Die beiden Nachbarstädte können jetzt mit noch mehr Nachdruck in die Planung der Eröffnungsfeier einsteigen. An der Autobahnauffahrt Borgholzhausen baut der Landesbetrieb Straßen.NRW ein großes Zelt für den Festakt am 18. November auf, das genutzt werden kann. Geplant ist ein A 33-Lauf. Auch etliche Firmen haben ihre Beteiligung an der Feier zugesagt. Für die offizielle Freigabe gibt es bislang eine Zusage von Landesverkehrsminister Hendrik Wüst. Aus dem Bundesverkehrsministerium wird Staatssekretär Enak Ferlemann dabei sein. Ob Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer kommt, steht noch nicht fest.

Die meisten Arbeiten an der A 33 sind abgeschlossen. Bis zum Wochenende werden sämtliche Linien aufgebracht. Doch nicht nur bis zum letzten Tag, sondern darüber hinaus wird an der Engstelle in Halle gearbeitet. Dort fließt der Verkehr schon heute über ein kurzes Stück des letzten A 33-Abschnitts, ehe er wieder auf die Landstraße abgeleitet wird. Hier befindet sich dann die erste Autobahnbaustelle im letzten Teilstück. Der Verkehr läuft dort für die Dauer der restlichen Arbeiten einspurig.

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