Fun Run: 800 KGH-Schüler laufen, kaufen und werfen

Ekkehard Hufendiek

Ganz links oben im Bild hat Sportlehrer Malte Seemann soeben die Laufstrecke per Megafon für die Sieben- bis Neuntklässler freigegeben. - © Ekkehard Hufendiek
Ganz links oben im Bild hat Sportlehrer Malte Seemann soeben die Laufstrecke per Megafon für die Sieben- bis Neuntklässler freigegeben. (© Ekkehard Hufendiek)

Halle. Für Lehrer und Schüler war es eine Pflichtveranstaltung bei strahlendem Sonnenschein. Die Fachschaft Sport mit zwölf verantwortlichen Pädagogen hatte sie organisiert und dabei das englische Wort »Fun« für Spaß wohl zu Recht an den Anfang gestellt. Rund 800 Schüler waren am Samstag im und am Kreisgymnasium auf den Beinen. Sportlehrer Malte Seemann gab hinter einem Megafon Anweisungen.

Um die Gemeinschaft zu stärken, liefen die Kinder nicht für sich allein, sondern immer für ihren jeweiligen Klassenverband. Nur die fast hochschulreifen Schüler der Qualifikationsphase 2 waren von der sportlichen Bewegung befreit. Sie unterstützten stattdessen die Lehrer als Helfer, indem sie Zeiten stoppten, Runden zählten, Kuchen verkauften oder Treffer an der Wurfstation notierten.

Farbige Striche statt Extrarunden

Beim Biathlon, dem ersten Laufwettbewerb und Mittelpunkt der Veranstaltung, liefen die Schüler mehrfach über einen Rundkurs. Der Streckenverlauf führte sie im Uhrzeigersinn vom Start am Musiktrakt auf die Straße und von dort auf einen nahegelegenen Spielplatz, wo sich eine Wurfstation befand. Hier warfen die Schüler Bälle in einen am Boden befindlichen Zielkreis. Für Fehlversuche verpassten ihnen die Q2-Schüler einen schwarzen Strich auf den Unterarm. Jeder Strich bedeutete am Ende für den Klassenverband einen Zeitaufschlag. Gesichert wurde die Strecke von Lehrern, die auf der Straße in gelben Warnwesten Autos bremsten oder umleiteten.

Die leicht überbesetzten Q2-Mädels verkaufen Kuchen, Brezeln und Apfelschorlen. Drei Euro kostet eine 0,2-Literflasche Wasser – die jungen Frauen haben viel zu lachen. - © Ekkehard Hufendiek
Die leicht überbesetzten Q2-Mädels verkaufen Kuchen, Brezeln und Apfelschorlen. Drei Euro kostet eine 0,2-Literflasche Wasser – die jungen Frauen haben viel zu lachen. (© Ekkehard Hufendiek)

Der zweite Laufwettbewerb, eine Wassertransportstaffel, fand auf dem Pausenhof statt. Dabei transportierte jede Klasse fünf Becher über den Schulhof. Die befüllte sie beim Lauf mit Wasser und goss es nach Absolvierung der rund 100 Meter langen Laufstrecke in einen Klasseneimer. Am Ende der zehnminütigen Wettbewerbszeit wurde das Gewicht jedes Eimers gemessen.

Laurenz (von links), Tim Jannik und Julius versuchen ihren Direktor Markus Spindler mattzusetzen – was misslingt. - © Ekkehard Hufendiek
Laurenz (von links), Tim Jannik und Julius versuchen ihren Direktor Markus Spindler mattzusetzen – was misslingt. (© Ekkehard Hufendiek)

Beide Läufe wurden schließlich zusammen ausgewertet: Über einen Pokal und einen Eisgutschein konnten sich am Ende etwa die 5 a und die 7 b freuen.

Neben den Laufwettbewerben gab es zahlreiche Stationen mit weiteren Spiel- und Sportangeboten. In der Mensa etwa trat Schulleiter Markus Spindler im Simultanschach gegen die Schüler an und gewann dabei alle Partien. Auf dem Schulhof übten viele Kinder Gummitwist und Seilspringen. Im Schulgebäude bot Physiklehrer Thorben Becker erstmals das Treppensteigen als Station an. Unter der Fragestellung „Was kannst du leisten?" ermittelten die Schüler dabei die eigene Maximalleistung in Watt. Dazu setzten sie ihre Körpermasse und die Höhe der Treppe im Faktor zehn ins Verhältnis zu den Sekunden fürs Hochlaufen.

Copyright © Haller Kreisblatt 2019
Texte und Fotos vom Haller Kreisblatt sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.

Kommentare

Um Ihren Kommentar abzusenden, melden Sie sich bitte an.
Sollten Sie noch keinen Zugang besitzen, können Sie sich hier registrieren.

Mit dem Absenden des Kommentars erkennen Sie unsere Nutzungsbedingungen für die Kommentarfunktion an.