CDU spricht von "Gefühl der Unsicherheit" in der Lindenstadt

Die Haller Christdemokraten sehen Handlungsbedarf und fordern zwei zusätzliche Stadtwächter. Dabei nehmen sie sich Versmold als Vorbild.

Uwe Pollmeier

Wollen mehr Sicherheit: Wolfgang Schulz (von links), Dieter Baars, Detlev Kroos und Reinhard Stricker - © Uwe Pollmeier
Wollen mehr Sicherheit: Wolfgang Schulz (von links), Dieter Baars, Detlev Kroos und Reinhard Stricker (© Uwe Pollmeier)

Halle. Die CDU-Fraktion setzt sich dafür ein, dass die Außendienstkräfte des Ordnungsamtes personell verstärkt werden. „In den Nachbarkommunen ist der Sicherheitsdienst deutlich stärker aufgestellt", erläutert Ratsmitglied Dieter Baars. Man sollte daher auch den Hallern ein höheres Sicherheitsgefühl geben.

„In Versmold sind es beispielsweise sechs Personen, hier in Halle nur vier", fährt Baars fort. Daher fordere man auch für die Lindenstadt sechs Mitarbeiter, damit zumindest das Wochenende personell abgedeckt wird. Derzeit seien die Ordnungshüter lediglich freitags und samstags etwa zwischen 20 und 1 Uhr unterwegs.

Baars betont, dass der Antrag kein Wahlkampf sei, sondern jetzt bekannt gegeben wird, um noch in die in Kürze anstehenden Haushaltsberatungen einfließen zu können. Als Antwort auf eine Anfrage bei der Kreispolizei erhielt die CDU die Antwort, dass „durch die geringe Personalstärke und Einsatzdichte Durchsetzungsfähigkeit, Milieukenntnis und Wirkstärke des Ordnungsdienstes bisher unter den Erwartungen bleiben". Eine angestrebte gemeinsame Streifentätigkeit mit der Polizei konnte nicht realisiert werden.

Unsicheres Gefühl an der Lindenschule

„Es gibt Besucher der Sporthalle in der Lindenschule, die das Gelände nach dem Training trotz Einzäunung mit einem Gefühl der Unsicherheit verlassen", sagt Baars. Ohne entsprechendes Personal könne man Ordnungswidrigkeiten wie Kippen wegwerfen, illegaler Müllentsorgung oder Ruhestörungen nicht sinnvoll begegnen. Der Bußgeldkatalog dafür liege längst vor, nun müsse man die Umsetzung ermöglichen.

„Wir wissen allerdings auch, dass es schwer ist, geeignete Kräfte zu gewinnen", gibt Baars zu. „Dennoch möchten wir die Verwaltung bitten, über unseren Antrag zu beraten und entsprechend zu handeln." Nur so könne man den häufig von den Bürgern kritisierten Dingen auch beikommen .

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