Halles Politiker entscheiden über Grundlage für Storck-Expansion

Marc Uthmann

Diese Fläche mit einer Größe von 2,5 Hektar im Vordergrund, die von der A33 im Süden und der L 782 (links im Bild) begrenzt wird, hat Storck zusätzlich erworben, um hier eine Werkszufahrt zur L 782 zu bauen. - © Ulrich Fälker
Diese Fläche mit einer Größe von 2,5 Hektar im Vordergrund, die von der A33 im Süden und der L 782 (links im Bild) begrenzt wird, hat Storck zusätzlich erworben, um hier eine Werkszufahrt zur L 782 zu bauen. (© Ulrich Fälker)

Halle. Der Haupt- und Finanzausschuss hat am Mittwoch, 11. September, gleich zahlreiche wichtige Themen auf der Tagesordnung. Stadtprägendes wird beraten. Und ein Plan wohl verworfen:

Storck

Die neuen und damit noch einmal umfangreicheren Expansionspläne des Süßwarenherstellers sorgen derzeit für Diskussionen – nun mischt auch die Politik offiziell mit. Unter anderem will Storck mehr Fläche nutzen und auch eine andere Erschließung umsetzen als bisher vorgesehen. Dafür ist eine Regionalplanänderung nötig, der überarbeitete Entwurf liegt nun bis zum 13. September aus. Die Pläne werden in der Sitzung vorgestellt – die Stadtverwaltung hält sie laut Beschlussvorlage für „grundsätzlich umsetzbar" und schlägt der Politik weiterhin vor, den Änderungen im Regionalplan zuzustimmen – auch für ein größeres Gebiet. Die Stadt erhielte für das Gebiet dann Planungsrecht. Die strittigen Themen Wasserversorgung, Umweltschutz und Verkehr sollen dann in den weiteren Verfahrensschritten behandelt werden: Schließlich gilt es noch einen Flächennutzungsplan und einen Bebauungsplan zu erstellen und Storck im dritten Schritt eine Baugenehmigung zu erteilen. Das der Ausschuss „Nein" sagt, ist nicht zu erwarten: Denn damit wären die Pläne von Storck sofort gestorben.

Kein Kreisel

Dieses Schicksal droht allerdings dem zuletzt diskutierten Kreisverkehr im Knotenpunkt B 68, Grüner Weg, Berliner Straße – die Verwaltung empfiehlt, das Projekt aufgrund erheblicher Kosten nicht weiter zu verfolgen. Eine Verkehrsberuhigung könne auch auf anderem Weg erreicht werden.

Forum für das Klima

Um Antworten auf den Klimawandel zu finden, schlägt die CDU vor, einen Beirat für Umwelt- und Klimaschutz einzurichten. Akteure verschiedenen Institutionen sollten mit einem Jahresbudget von 100.000 Euro Projekte erarbeiten können.

Wann und wo?

Diese und weitere Themen diskutiert der Haupt- und Finanzausschuss am 11. September im Sitzungssaal des Rathauses, Ravensberger Straße 1. Beginn ist um 17.15 Uhr.

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