Kreis Gütersloh startet große Werbekampagne in Hannover

Kampagne »GT heißt Geheimtipp« geht in die nächste Runde: Nachdem die pro Wirtschaft GT zunächst den Bürgern einige eher verborgene Veranstaltungstipps verraten hat, nimmt man nun die Bewohner der niedersächsischen Hauptstadt ins Visier, um Werbung für den besten Kreis der Welt zu machen

Uwe Pollmeier

Geheimtipp für Hannover: Albrecht Pförtner (von links), Julia Reinecke (beide pro Wirtschaft GT), Landrat Sven-Georg Adenauer, Denise Spindelnsdreier (Agentur A3Plus) und Marco Jochum (Bertelsmann). - © Uwe Pollmeier
Geheimtipp für Hannover: Albrecht Pförtner (von links), Julia Reinecke (beide pro Wirtschaft GT), Landrat Sven-Georg Adenauer, Denise Spindelnsdreier (Agentur A3Plus) und Marco Jochum (Bertelsmann). (© Uwe Pollmeier)

Kreis Gütersloh. „Der Kreis Gütersloh ist eine Zuzugsregion", stellt Albrecht Pförtner, Geschäftsführer der pro Wirtschaft GT, fest. Der jüngste Demografiebericht habe gezeigt, dass die Hauptgruppe der neuen Kreisbewohner zuvor in der Region Hannover beheimatet waren. „Hannover ist nicht Hamburg und der Kreis Gütersloh ist ohnehin der beste Kreis der Welt, aber es sprechen auch noch viele andere Gründe, wie etwa die gute Bahnverbindung und der kurze Weg über die A 2, dafür, dass so mancher Hannoveraner nach Ostwestfalen umsiedelt."

Auf jeden Fall verwundert es daher nicht, dass der zweite Teil der Kampagne »GT heißt Geheimtipp« die niedersächsische Landeshauptstadt ins Visier genommen hat. „Wir starten am Dienstag damit, etwa vier Wochen lang in Hannover Werbung für unseren Standort zu machen", berichtet Landrat Sven-Georg Adenauer. Mit der Aktion sollen Fachkräfte aus der Region Hannover von der Leine an Ems und Dalke geholt werden. Dabei ginge es aber nicht nur um Akademiker, sondern auch um Fachkräfte im handwerklichen Berufen. Helfen sollen dabei neun großflächige Werbetafeln sowie 13 beleuchtete Mega-Lights, dem wohl wirksamsten und hochwertigsten Werbemedium in diesem Sektor. „Diese Tafeln befinden sich vorwiegend rund um den Hannoveraner Bahnhof und an den Ein- und Ausfallstraßen", erklärt Pförtner. Er selbst bezeichnet die Aktion zunächst als reinen Versuch, da es keine Erfahrungen aus vergleichbaren Aktionen andere Kommunen gibt. Insgesamt kostet die Werbeaktion gut 40.000 Euro, wovon etwa die Hälfte auf eine dritte Werbeform entfalle.

„Wir nutzen die In-App-Werbung", erklärt Julia Reinecke, zuständig für die Öffentlichkeitsarbeit bei pro Wirtschaft GT. Das bedeutet, dass Handynutzer, die derzeit eine von gut 40 ausgewählten Apps ausrufen, darunter etwa Kicker, Spiegel oder Focus, ein Werbefenster erhalten, in dem die Anzeige »GT heißt Geheimtipp für Technik und IT« erscheint, welche dann für weitere Infos anklickbar ist. Initiiert wurde die Aktion von rund 20 heimischen Unternehmen, darunter auch die Altkreisgrößen Storck, Reinert, Gerry Weber und Hörmann, aber auch Firmen wie Bertelsmann, Nobilia, Miele oder Claas. Verlinkt sind auf der Internetseite der Aktion sogar rund 140 Firmen. „Wir haben derzeit 250 offene Stellen und somit Rekrutierungsbedarf", erklärt Marco Jochum, Senior Vice President bei Bertelsmann. Man unterstütze die Aktion gerne. Zwar sei man in 50 Ländern vertreten, aber Gütersloh sei mit 11.000 Arbeitsplätzen die Heimat des Medienkonzerns.

Pförtner kündigt an, dass man die Kampagne 2020 fortsetzen wolle. Sicher sei noch nicht, ob dann erneut Hannover das Ziel der Gütersloher Werbeoffensive sein wird. Also Augen auf. Gütersloh kann überall sein.

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