Schwerverletzter wird in Spezialklinik geflogen

Unfall in Hörste: Ein 23-jähriger Borgholzhausener gerät mit seinem Smart in den Gegenverkehr. Die Feuerwehr befreit den Schwerverletzten aus seinem Fahrzeug. Die Unfallgegner sind leicht verletzt.

Andreas Großietsch

Hilfe aus der Luft: Mit einem Rettungshubschrauber wurde der schwerverletzte Mann in eine Spezialklinik geflogen. - © Andreas Großpietsch
Hilfe aus der Luft: Mit einem Rettungshubschrauber wurde der schwerverletzte Mann in eine Spezialklinik geflogen. (© Andreas Großpietsch)

Halle-Hörste. Das Großaufgebot an Rettungsfahrzeugen auf der Straße Zum Niederdorf ließ das Schlimmste vermuten. Doch zum Glück ging der Unfall für die kleine Familie in dem einen der beiden beteiligten Fahrzeuge relativ glimpflich ab. Sie waren am Samstag um 16.55 Uhr in einem Family-Van der Marke Mazda in Richtung Borgholzhausen unterwegs. Eingangs der Doppelkurve kurz vor dem Ortsausgang kam ihnen ein Smart auf ihrer Fahrbahn entgegen. Nach ersten Zeugenaussagen hatte der Fahrer, ein 23-jähriger Mann aus Borgholzhausen, die Kontrolle über sein Fahrzeug verloren und es kam zum Zusammenstoß.

De 40-jährige Frau am Steuer, ihr 41-jähriger Ehemann auf dem Beifahrersitz sowie der fünfjährige Sohn, der durch den Kindersitz gesichert auf der Rückbank saß, erlitten bei dem Unfall nur leichte Blessuren und einen Schock. Sie wurden später zur Beobachtung in das Klinikum Halle gebracht.

Der eingeklemmte Fahrer des Smart musste von der Feuerwehr befreit werden

Deutlich schlimmer betroffen ist der Smartfahrer. Mitglieder der Löschzüge Hörste, Halle und Kölkebeck der Freiwilligen Feuerwehr Halle befreiten ihn aus seinem stark lädierten Fahrzeug. Er erlitt mehrere schwere Knochenbrüche, ergab die Untersuchung durch den Notarzt. Der entschied, dass der Mann mit dem Rettungshubschrauber zur Behandlung in eine Spezialklinik geflogen werden sollte. Landeplatz war die Straße Zum Niederdorf unmittelbar neben der Unfallstelle.

Schwere Verletzungen: Notarzt und Rettungssanitäter kümmern sich um den Smart-Fahrer, der mit Hilfe der Feuerwehrleute aus seinem Fahrzeug befreit werden musste. - © Andreas Großpietsch
Schwere Verletzungen: Notarzt und Rettungssanitäter kümmern sich um den Smart-Fahrer, der mit Hilfe der Feuerwehrleute aus seinem Fahrzeug befreit werden musste. (© Andreas Großpietsch)

Diese Straße ist von den schwierigen Verkehrsverhältnissen kurz vor Fertigstellung der Autobahn besonders betroffen. Eigentlich ist die Straße Zum Niederdorf mehr ein Verkehrsweg für Einheimische, doch moderne Navigationsgeräte lotsen auch Ortsunkundige über die viel befahrene Stecke. Selbst die Beschränkung auf Anliegerverkehr, die eine halbseitige Sperrung an den beiden Endpunkten der Straße verkündet, ändert daran wenig.

Viele Fahrer ignorieren schlicht die Beschilderung, andere werden inzwischen von den Navigationshilfen über nicht mit Sperrschildern versehene Umwege dorthin geleitet, weil die Abkürzung in Richtung Autobahnauffahrt sehr zum Leidwesen der Anwohner dieser Straße doch ganz erheblich ist.

Beim schweren Unfall am Samstag sollte man allerdings mit Beurteilungen zurückhaltend sein. Das Ehepaar stammt zwar aus Oberhausen und wollte am Sonntag seine Fahrt in Richtung Dänemark-Urlaub fortsetzen. Allerdings war ihr Ziel am Samstag das Haus der Großeltern in Borgholzhausen, wo ohnehin eine Zwischenübernachtung geplant war. Der mutmaßliche Unfallverursacher stammt sogar aus Borgholzhausen.

Eine Fortsetzung der Urlaubsreise mit dem Mazda ist allerdings nicht mehr möglich. Beide am Unfall beteiligten Fahrzeuge sind Totalschäden, die abgeschleppt werden mussten.

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