Riskantes Überholmanöver an B68: Sechs Verletzte - darunter zwei kleine Kinder

Andreas Eickhoff

Am Unfallort - © Andreas Eickhoff
Am Unfallort (© Andreas Eickhoff)
Nach dem Unfall wurden gleich sechs Personen in Krankenhäuser gefahren. - © Andreas Eickhoff
Nach dem Unfall wurden gleich sechs Personen in Krankenhäuser gefahren. (© Andreas Eickhoff)

Halle. Weil ein 59-Jähriger Autofahrer aus Delbrück nach ersten Erkenntnissen der Polizei verbotswidrig auf der Osnabrücker Straße überholen wollte, kam es am Samstagmorgen gegen 9.40 Uhr auf der Bundesstraße 68 zwischen Halle und Hesseln zu einem schweren Unfall. Sechs Menschen mussten in Krankenhäuser eingeliefert werden.Wie die Beamten an der Unfallstelle mitteilten, wollte der Fahrer eines Opel Grandland einen Rettungswagen und einen davor fahrenden Ford C-Max überholen, als er kurz hinter dem Ortsausgangsschild Halle in Richtung Borgholzhausen unterwegs war. Mit ihm im Auto seine 58-Jährige Beifahrerin.

Zu diesem Zeitpunkt wollte dann die Fahrerin (34) des Ford links in den Eschweg einbiegen, der Opelfahrer konnte nicht mehr rechtzeitig bremsen und fuhr in die hintere Tür der Fahrerseite. Durch die Wucht des Aufpralls drehte sich der C-Max um die eigene Achse und blieb schließlich entgegengesetzt der ursprünglichen Fahrtrichtung legen.

Beifahrerin wird schwer verletzt

In dem Van saß der 35-jährige Beifahrer sowie zwei Jungen auf der Rückbank im Alter von drei und fünf Jahren. Sie wurden bei dem Unfall nach ersten Erkenntnissen der zwei hinzugeeilten Notärzte leicht verletzt, ebenso der Fahrer des Opel. Seine Beifahrerin erlitt schwere Verletzungen. Neben den Notärzten wurden zahlreiche Rettungswagen aus der Umgebung angefordert, zusätzlich ein Massenanfall von bis zu zehn Verletzten ausgelöst. Zusätzlich eilten neben weiteren Rettungswagen der Hilfsorganisationen auch der Leitende Notarzt und der Organisationsleiter Rettungsdienst (OrgL) zu der Unfallstelle.

Entgegen ersten Befürchtungen war niemand eingeklemmt, so dass sich die rund 30 Einsatzkräfte des Löschzuges Halle unter Leitung von Ralph Heermann auf die Unterstützung des Rettungsdienstes konzentrieren konnten. Ferner wurde der Brandschutz sichergestellt und ausgelaufene Betriebsmittel abgestreut.

Die Bundesstraße musste für rund zwei Stunden komplett gesperrt werden, Polizeibeamte leiteten den Verkehr um. Der Schaden wird auf rund 23.000 Euro geschätzt.

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