Bürgerinitiative Alleestraße drängt stärker in die Haller Politik

Die Engagierten wollen sich künftig auch beim Stadthaushalt einbringen. Und im September haben sie ein weiteres Projekt im Fokus

Herbert Gontek

Weiter im Fokus: Die Bürgerinitiative will im September eine Verkehszählung für die Alleestraße durchführen. - © Ulrich Fälker
Weiter im Fokus: Die Bürgerinitiative will im September eine Verkehszählung für die Alleestraße durchführen. (© Ulrich Fälker)

Halle. „Da nehme ich lieber einen Punkt in Flensburg, als ein Bett im Krankenhaus", sagte Herbert Siekendiek von der Bürgerinitiative Alleestraße und kritisierte damit die neue Verkehrsführung für Radfahrer an der Alleestraße. Während die Polizei schon kassiere, sei die Spur für Radfahrer noch nicht aufgezeichnet. Für den Herbst haben die Mitglieder der Initiative zahlreiche neue Aktionen angesagt. 40 Teilnehmer kamen Donnerstag zur Versammlung ins Hotel Hollmann.

Helmut Rose führte die Versammlung und bekam volle Zustimmung für seinen Antrag, eine Verkehrszählung von Fußgängern und Radfahrern an der Alleestraße durchzuführen. An der ehemaligen Post, dem Kreisgymnasium und dem Ortseingang will ein 20-köpfiges Team der Initiative im September die Bewegungen von Fußgängern und Radfahrern dokumentieren. „Nur so wissen wir, über welches Verkehrsaufkommen wir hier reden. Die Stadt lehnt diese Zählung bisher ab", argumentiert Rose.

13 Bürger haben extra an einem Seminar teilgenommen

Mit dem Instrument des »Sonderbeteiligungsrechtes der Bürger und Abgabepflichtigen zur Haushaltsberatung« wollen die Bürgerinitiativen in Halle künftig in die Haushaltsberatungen der Stadt eingreifen. „13 Bürger haben an einem Seminar des Bundes der Steuerzahler teilgenommen und gelernt, wie Einwendungen, Rederecht und Beratung im Rat für die Initiativen rechtlich funktionieren und welche formalen Dinge wie eingehalten werden müssen", schilderte Rose. Ein weiteres Seminar sei geplant.

Nicht zufrieden waren die Bürgerinitiativen mit dem Platz für ihren Stand auf dem Haller-Willem-Fest. Man habe zwar einen guten Zulauf und Solidarität erfahren, doch seien Gespräche an dieser Stelle wegen der Lautstärke schwierig gewesen, berichtete Rose. Schließlich verwies er auf die Monatsumfragen. Im Juni war gefragt worden, ob man mehr Einfluss auf die Planungen der Stadt nehmen sollte. Ergebnis: von 701 votierenden Bürgern hätten 694 mit „Ja" geantwortet. Auf die Mai-Frage, ob Parkraum in der Stadt zurückgebaut werde solle, hätten 137 der 146 antwortenden Bürger mit „Nein" votiert.

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