Junges Trio unternimmt zahlreiche Beutezüge - jetzt gibt es Arrest

Amtsgericht: Unter anderem wegen Einbrüchen müssen sich drei junge Männer aus Werther und Halle verantworten

Anke Schneider

Eine Reihe von Taten: Das angeklagte Trio jugendlicher Männer versuchte in mehrere Objekte einzusteigen. - © CC0 Pixabay
Eine Reihe von Taten: Das angeklagte Trio jugendlicher Männer versuchte in mehrere Objekte einzusteigen. (© CC0 Pixabay)

Halle. Am 23. Juni 2018 stiegen ein 18-jähriger Haller, ein 19-jähriger Wertheraner und ein 20-jähriger Haller in mehrere Fahrzeuge ein, die unverschlossen waren. Dazu zogen sie durch die Straßen und testeten durch Ziehen an den Griffen, ob die Autos abgeschlossen waren.

Hin und wieder hatten sie Glück und fanden offene Autos vor. Aus einem Kleinwagen entwendeten sie ein Navigationsgerät im Wert von 100 Euro. Weiterhin wurden die Angeklagten beschuldigt, am 13. Juli versucht zu haben, in ein Museum am Kirchplatz einzusteigen. Dazu warfen sie einen Stein in das Fenster, wodurch jedoch nur eine Scheibe des doppelt verglasten Fensters zerbrach. Von dem Geräusch wurde ein Anwohner wach, der auf den Kirchplatz lief und die Polizei rief. Die Täter flüchteten.

Dem 18-jährigen Haller wurde außerdem zur Last gelegt, gemeinsam mit weiteren Personen in ein unbewohntes Haus eingestiegen zu sein. Gegen die Mittäter laufen gesonderte Verfahren. Bei dem Einbruch entwendeten die jungen Leute Langwaffen und Schwerter. Im August wurde der Haller dann noch mit Marihuana erwischt.

Täter tun sich schwer, alles zuzugeben

Die Heranwachsenden taten sich zunächst schwer, die gegen sie erhobenen Vorwürfe zuzugeben. Nach und nach rückten sie jedoch mit der Wahrheit heraus. Der Wer-theraner versuchte, seinen Tatbeitrag dadurch zu reduzieren, dass er angab, lediglich Schmiere gestanden zu haben. Er musste sich jedoch von dem Staatsanwalt belehren lassen, dass gemeinschaftlicher Diebstahl nach dem Grundsatz »Mitgefangen – mitgehangen« sanktioniert wird. Lediglich bei dem versuchten Einbruch in das Museum gaben die drei an, keinen Stein in das Fenster geworfen zu haben. Tatsächlich hatte der Zeuge ausgesagt, dass er vier Personen auf dem Kirchplatz gehen hatte, so dass dieser Vorwurf am Ende mangels Beweisen eingestellt wurde.

Das Urteil für den Jüngsten in der Gruppe, der die meisten Taten aufzuweisen hatte, lautete schließlich auf einen Freizeitarrest und 40 Sozialstunden. Der Wertheraner wurde zu 40 Sozialstunden verurteilt und der älteste Angeklagte aus Halle zu einem Freizeitarrest. „Klauen kostet Freiheit“, machte der Richter deutlich, dass Diebstahl und Einbruch keine Kleinigkeiten sind. Auch der Staatsanwalt sprach von „fehlendem Respekt vor dem Eigentum anderer“, der deutlich sanktioniert werden müsse.

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