„Sag beim Abschied leise servus“

Opera Culinaria: 13 Mal verwöhnte die Opus Arte Opera mit besonderen Abenden die Fans in der Lindenstadt. Nun fiel der letzte Vorhang. Aber erst kam ein Abschied nach Maß

Alexander Heim

Noch einmal mit allem, was dazugehört: Opulente Kostüme, wunderbare Stimmen, kulinarische Gaumenfreuden – die nun wohl letzte »Opera Culinaria« ließ bei den mehr als 200 Gästen in der Aula des Schulzentrums fürwahr keine Wünsche offen. - © Alexander Heim
Noch einmal mit allem, was dazugehört: Opulente Kostüme, wunderbare Stimmen, kulinarische Gaumenfreuden – die nun wohl letzte »Opera Culinaria« ließ bei den mehr als 200 Gästen in der Aula des Schulzentrums fürwahr keine Wünsche offen. (© Alexander Heim)

Halle. Standing Ovation, lang anhaltender Applaus, rhythmisches Klatschen – das war das eine. Kommentare wie „Es ist einfach wunderbar" aus den Reihen des Publikums noch einmal das andere. 13 Mal hatte die Opus Arte Opera in den vergangenen Jahren ihre »Opera Culinaria« serviert und zelebriert. Beim großen Finale in der Lindenstadt gab es am Samstagabend nun so etwas wie ein »Best of« der vergangenen Jahre, das ebenso stimmig wie stimmungsvoll geriet.

»Leise Servus« hatte Chorleiter Reiner Beinghaus das Programm überschrieben. 24 Werke aus dem Bereich des Musicals, vor allem aber aus Operette und Oper hatten er und seine 14 Sängerinnen und Sänger dafür vorbereitet. Insgesamt vier Zugaben hatten die Choristen von Opus Arte darüber hinaus in petto. Da-runter mit dem »Gefangenenchor« aus der Oper Nabucco und dem hinreißenden »La Vergine degli Angeli« gleich noch einmal zwei Werke aus der Feder von Giuseppe Verdi. Doch der sollte nicht der einzige Komponist bleiben, dessen Werke beim großen Finale noch einmal die Aula und die dort versammelten Gäste zum Strahlen brachten.

Schließlich hatte Opus Arte den Abend als »Belle Nuit« (Jacques Offenbach) eröffnet, ehe es zwei Stunden später heißen sollte: »Nessum Dorma« (Giacomo Puccini). Dazwischen ging es mit Larissa Kern ins Cabaret, entbot Manuela Brenker-Scholz mit »Batti batti« (W.A. Mozart) ein tolles Solo und schlüpfte eine überragende Manuela Heinrich einmal mehr in die Rolle der Czárdásfürstin. Horst-Dieter Schumacher wusste mit »Di quelia pira« (Verdi) zu begeistern. Und Chorleiter und Opernsänger Reiner Beinghaus setzte dem Reigen der schönsten Arien mit dem »Wolgalied« (Franz Lehàr) sowie dem wunderschönen Barockstück »When I am laid in Earth« (Henry Purcell) die Krone auf.

Ein letzter Handschlag

Ein zutiefst melancholischer Abend also? Nein, keineswegs. Aber sehr wohl einer, in dem die schönsten Arien mit all ihrer Sehnsucht noch einmal voll zum Tragen kamen. Und in der Darbietung doch Raum blieb für den ein oder anderen launigen Einfall.

Brillierte einmal mehr: Chorleiter Reiner Beinghaus. - © Alexander Heim
Brillierte einmal mehr: Chorleiter Reiner Beinghaus. (© Alexander Heim)


Natürlich wurde da beim »Noi siamo zingarelle« kennend mitgeklatscht. Und ebenso wenig ließ es sich Reiner Beinghaus nehmen, beim »Libiamo« von Tisch zu Tisch zu gehen, um eine kleine Weinprobe vorzunehmen.

22 Uhr zeigten die Uhren, als es dann doch ans Abschiednehmen ging und Beinghaus mit seinem Chor Peter Kreuders »Sag beim Abschied leise servus« intonierte. Um sich damit stilecht, per Handschlag, von den Besuchern zu verabschieden. Zuvor hatte er selbst bereits ein großes Dankeschön in Empfang nehmen dürfen. Bürgermeisterin An-ne Rodenbrock-Wesselmann überreichte einen großen Blumenstrauß, um Danke zu sagen.

Es geht weiter

Aus der Welt ist Opus Arte nun natürlich bei Weitem nicht. Das zeigen schon die weiteren Konzerttermine an. Denn beim »Wertheraner Opernsommer« (10. August) werden die Sängerinnen und Sänger ebenso zu hören sein wie beim Adventskonzert in Hilter (1. Dezember), bei der Wintergala in Versmold (8. Dezember) und beim Weihnachts-Konzert in Harsewinkel (14. Dezember).

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