Die Noventi Open 2019 in Halle sind eröffnet

Der Name Gerry Weber Open ist passé, am Start ins ATP-Turnier hat sich nichts geändert. In der Sparkasse und auf dem Rathausplatz gibt es ein buntes Programm

Max Maschmann

Gefragtes Exponat: Henning Bauer (von links), Hartwig Mathmann, Florian Mayer, Anne Rodenbrock-Wesselmann, Goran Ivanisevic, Ralf Weber und der Haller Willem, alias Gerd Oberschelp, präsentieren den Pokal für den Turniersieger. Fotos: Max Maschmann - © Max Maschmann
Gefragtes Exponat: Henning Bauer (von links), Hartwig Mathmann, Florian Mayer, Anne Rodenbrock-Wesselmann, Goran Ivanisevic, Ralf Weber und der Haller Willem, alias Gerd Oberschelp, präsentieren den Pokal für den Turniersieger. Fotos: Max Maschmann (© Max Maschmann)

Halle. Sie war nicht da, aber trotzdem präsent. „Es war einer der Topmomente des Stadions, ich habe viele Jahre darum gekämpft, sie nach Halle zu holen", sagte Turnierdirektor Ralf Weber. Gemeint war die 22-fache Grand-Slam-Siegerin Steffi Graf, die gestern ihren 50. Geburtstag feierte – und 2011 bei der Champions Trophy in der Lindenstadt aufgeschlagen hatte. Die Anekdote passte auch deswegen so gut ins Bild, weil es gestern Nachmittag häufig um Erinnerungen ging. Etwa bei der Eröffnung der Ausstellung zum ATP-Turnier in der Sparkassen-Passage.

Dort ließ Florian Mayer jene Woche im Juni 2016 Revue passieren, als er völlig überraschend das Finale erreichte und dort den aufstrebenden Youngster Alexander Zverev mit 6:2, 5:7 und 6:3 in die Schranken wies. „Das war mein schönster und emotionalster Sieg", erklärte die frühere Nummer 18 der Welt, die 2018 die Karriere beendet hatte, am Mikrofon von Stadionmoderator Björn Sassenroth. An diesem Samstag greift Mayer noch mal zum Schläger. Bei der Champions Trophy, für die laut Weber 9.000 Karten verkauft sind, wird Mayer sich an der Seite von Thomas Muster mit Mansour Bahrami und Goran Ivanisevic messen.

Eröffnung der Noventi Open vor dem Haller Rathaus

Der kroatische 1,90 Meter Hüne mit wuchtigem Aufschlag war dagegen nie für den Einzel- oder Doppelwettbewerb in der Lindenstadt zu Gast. Aber warum eigentlich nicht? „Ich habe parallel immer in London gespielt – da aber nie gut. Ich weiß gar nicht, weshalb ich nicht hier war", sinnierte Ivanisevic, ehemalige Nummer zwei der Weltrangliste und Wimbledon-Sieger von 2001. Für das Turnier fand Ivanisevic dennoch warme Worte. „Es ist unglaublich, wie dieses Turnier in so einer kleinen Stadt so groß geworden ist."

Ein Urteil, dem sich auch Bürgermeisterin Anne Rodenbrock-Wesselmann anschloss. „Ich freue mich, dass die Familien Weber und Hardieck ein so großes Turnier aufgezogen haben. Diese Ausstellung betont, was dabei entstanden ist."

Die Noventi-Open-Eröffnung - © Max Maschmann
Die Noventi-Open-Eröffnung (© Max Maschmann)

Bedeutendstes Exponat ist der Pokal für den Turniersieger. Wie schwer der ist? Hartwig Mathmann, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse und mit Vorstandsmitglied Henning Bauer einer der Gastgeber, versuchte sich an einer Schätzung: Vier Kilogramm wiege die Trophäe, spekulierte er beim Anheben. Tatsächlich bringt der »Pott« sogar acht Kilogramm auf die Waage.

Mit dem Pokal in der Mitte schrieben Mayer und Ivanisevic fleißig Autogramme – und machten damit besonders den achtjährigen Giuliano glücklich, der in Amshausen Tennis spielt. „Die beiden sind meine Lieblingsspieler", sagte Giuliano, der auch noch ein Erinnerungsfoto mit den beiden Champions bekam.

Dann ging es hinaus auf den Rathausplatz. Nachdem Weber daran erinnert hatte, welch einen „Kraftakt" die kurzfristige Namensänderung erfordert hatte („Danke an unser Team, das an Pfingsten quasi durchgearbeitet hat") hissten die Verantwortlichen die Turnierflagge. Während die Bläserformation »Homebrass« spielte, trugen sich die Ex-Profis in das Goldene Buch der Stadt ein. Anschließend wurde es für sie bei warmen Temperaturen beim Kleinfeldtennis ernst. Anschwitzen für das Showmatch also.

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