Warnstreik bei Storck: NGG erhöht den Druck

Die nächsten Tarifgespräche in der Süßwarenbranche stehen bevor. Das bisherige Angebot der Arbeitgeber reicht der Gewerkschaft nicht aus

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Bei Storck in Halle wird am Freitag nicht wie gewohnt gearbeitet. - © Ulrich Fälker
Bei Storck in Halle wird am Freitag nicht wie gewohnt gearbeitet. (© Ulrich Fälker)

Halle (HK). Die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) ruft für Freitag, 7. Juni, die Beschäftigten der Süßwarenindustrie in Halle bei Storck zur ersten befristeten Arbeitsniederlegung auf. Damit will die Gewerkschaft den Druck in den seit Anfang April laufenden Tarifverhandlungen erhöhen. Die Gespräche wurden nach zwei Verhandlungsrunden ohne Ergebnis vertagt. Die Gewerkschaft fordert 6,5 Prozent mehr Lohn und Gehalt.

Dazu erklärt Gaby Böhm, Geschäftsführerin der Gewerkschaft NGG der Region Bielefeld-Herford: „Nach zwei Verhandlungen sind wir weit davon entfernt, ein Tarifergebnis zu erzielen. Die Kolleginnen und Kollegen sind über das letzte Angebot der Arbeitgeberseite zu Recht empört.

Der Vorschlag der Arbeitgeber von 2,4 Prozent für dieses Jahr und 2,0 Prozent Entgelterhöhung im nächsten Jahr reicht gerade aus, um die gestiegenen Lebenshaltungskosten zu decken." Für mehrere Stunden werden die Gewerkschaftsmitglieder laut NGG heute die Arbeit niederlegen. Die Tarifverhandlungen für die Süßwarenindustrie werden am 12. Juni fortgeführt. Bis dahin schließt die Gewerkschaft NGG weitere Warnstreiks nicht aus.

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