Das Lächeln fällt schwer: Birgit Ernst schafft es nicht ins Europaparlament

Die CDU verliert auch im Kreis Gütersloh deutlich - damit ist der Weg nach Straßburg und Brüssel für die Wertheranerin verbaut

Marc Uthmann

Blumen zum Trost: Der CDU-Kreisvorsitzende Raphael Tigges stärkte Birgit Ernst trotz mäßigen Abschneidens den Rücken. - © Andreas Frücht
Blumen zum Trost: Der CDU-Kreisvorsitzende Raphael Tigges stärkte Birgit Ernst trotz mäßigen Abschneidens den Rücken. (© Andreas Frücht)

Kreis Gütersloh. Es war ein Abend des grünen Triumphs - und ein ganz bitterer Abend für Birgit Ernst aus Werther. Die heimische CDU-Kandidatin wird es nicht ins Europaparlament schaffen, zu hoch fielen die Verluste der Christdemokraten aus. „Das ist eine herbe Enttäuschung", kommentierte Ernst am Sonntagabend in der Wahllobby des Kreishauses das Ergebnis.

Der Bundestrend spiegelte sich auch im Kreis Gütersloh wider. Die Grünen brachten es auf imposante 24,26 Prozent, mehr als eine Verdoppelung ihrer Stimmanteile gegenüber 2014. In Werther gelang es den Grünen sogar, stärkste Kraft zu werden und die CDU um drei Prozent hinter sich zu lassen. In der Kreisstadt Gütersloh verfehlte die Umweltpartei die Spitzenposition nur haarscharf: Mit 26,46 Prozent landeten sie beinah gleichauf mit der CDU, die 27,44 Prozent verbuchte.

Insgesamt sackte die CDU im Kreis von 43,9 auf 32,2 Prozent ab, größter Verlierer waren aber zweifellos die Sozialdemokraten: Sie holten lediglich 16,9 Prozent und sind nur noch drittstärkste Kraft in der Region. Als "schmerzlich" bewertete der SPD-Kreisvorsitzende Thorsten Klute das Resultat.

Die AfD blieb mit 7,7 Prozent unter ihren Erwartungen, die FDP legte von 3,1 auf 6,4 Prozent zu, die Linke verlor etwas von 3,8 auf 3,4 Prozent.

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