Bei der Stadtparkinitiative macht sich Frust breit

Gisela Bültmann, Hartmut Lüker und Kai Thöne sind enttäuscht, dass sich nichts bewegt hat. Sie verweisen auf einen Beschluss des Planungsausschusses und auf den Reckenberg-Park.

Rolf Uhlemeier

Eine grüne Oase: Die wünschen sich die Mitglieder der Stadtparkinitiative um Kai Thöne, Gisela Bültmann und Hartmut Lüker (von links) für die Fläche zwischen dem Berufskolleg und der Bahnlinie im Haller Stadtzentrum. - © Rolf Uhlemeier
Eine grüne Oase: Die wünschen sich die Mitglieder der Stadtparkinitiative um Kai Thöne, Gisela Bültmann und Hartmut Lüker (von links) für die Fläche zwischen dem Berufskolleg und der Bahnlinie im Haller Stadtzentrum. (© Rolf Uhlemeier)

Halle. „Warum bekommen wir das in Halle nicht auch hin?" Hartmut Lücke und seine Mitstreiter von der Stadtparkinitiative blicken in diesen Tagen nicht nur mit Verwunderung nach Rheda-Wiedenbrück. Ärger schwingt mit, wenn Lüker, Gisela Bültmann und Kai Thöne davon berichten, dass die Kreisverwaltung den Bürgern im Süden auf dem Reckenberg nicht nur ein Parkgelände zur Verfügung stellt, sondern sich auch noch mit mehr als 80.000 Euro an der Gestaltung des Geländes und mit einem jährlichen Zuschuss von 4.500 Euro an der Unterhaltung beteiligt.

„Wie kann das sein?", fragt Bültmann und Lüker verweist darauf, dass sich der Kreis zu einem nicht unerheblichen Teil durch die Umlage aus den Kommunen finanziert, in die auch Halle kräftig einzahlt. In der Lindenstadt ist trotz des Beschlusses des Planungs- und Stadtentwicklungsausschusses aus dem September des vergangenen Jahres noch immer nichts passiert. Seinerzeit wurde von den Bürgervertretern beschlossen, dass die Stadt zeitnah Gespräche mit dem Kreis als Eigentümer der Fläche zwischen dem Berufskolleg und der Bahnlinie mit dem Ziel einer Öffnung des Geländes sowie der Erarbeitung von Gestaltungsvorschlägen führen soll.

„Am 18. Januar haben wir uns bei der Stadt nach dem aktuellen Stand erkundigt", berichtet Martin Lüker und ergänzt, dass die Initiative am 27. Februar darüber informiert wurde, dass die Stadt Landrat Sven-Georg Adenauer um einen Gesprächstermin zu dem Thema gebeten habe. „Seitdem sind nun bereits wieder mehr als zwei Monate vergangen und wir haben noch immer nichts gehört." Bültmann, Lüker und Thöne verstehen nicht, warum der Zaun entlang der Bahnlinie nicht entfernt und den Bürgern die Möglichkeit gegeben wird, die Fläche als grüne Oase im Stadtzentrum zu nutzen: „Was in Rheda-Wiedenbrück in relativ kurzer Zeit beschlossen und umgesetzt worden ist, scheint in Halle nicht möglich zu sein."

„Radweg muss dringend entschärft werden"

Nach Ansicht des Trios ist es dringend erforderlich, den Radweg vom Bahnhof bis hinauf zum Gartnischer Weg mit der Unterführung der Bahnlinie zu entschärfen. „Da ist es bereits zu zahlreichen Unfällen und vielen Bei-naheunfällen mit Radfahrern gekommen – es muss dringend etwas passieren", sagt Bültmann. Ein Weg über die freigegebene Grünfläche am Berufskolleg wäre nach Ansicht der Initiative und ihrer zahlreichen Unterstützer eine Lösung. Und vielleicht noch die eine oder andere Aufenthaltsmöglichkeit. „In der Nähe sind Kindergärten und Schulen, die das Areal als naturnahe Fläche nutzen könnten", sieht Bültmann viele Möglichkeiten: Picknickplätze, ein Teepavillon, eine Open-Air-Bühne – Vorschläge gibt es mindestens so viele wie Pfähle im Maschendrahtzaun, der noch immer die Bürger des angeblich besten Kreises der Welt aussperrt.

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