So feiert das Kurzzeitpflegehaus Arche Geburtstag

Die Kurzzeitpflegeinrichtung Arche feiert Geburtstag. Besucher ziehen Lose, essen Kuchen und genießen Livemusik.

Ekkehard Hufendiek

Zum Programm gehörte auch ein Reitangebot. - © Ekkehard Hufendiek
Zum Programm gehörte auch ein Reitangebot. (© Ekkehard Hufendiek)

Halle. Neila Paluga sitzt im Rollstuhl und lächelt. Sie erfreut sich am bunten Fest und an dem Trubel im Garten. Anjuscha Wörmann erwidert ihr Lächeln und reagiert spontan: Die Mitarbeiterin des Kurzzeitpflegehauses Arche setzt sich auf den Schoß Palugas und kuschelt sich an. So rollen die zwei jungen Frauen hinter dem Haus gemeinsam einige Meter über den Gartenweg und haben Spaß dabei. Neila Paluga genießt die körperliche Nähe.

Auf der anderen Seite des Gartens erlebt Benno Aufregendes: Der Junge im Rollstuhl schaut zunächst skeptisch, doch dann lässt er sich von zwei Mitarbeitern des inklusiven Kletterparks »grenzenlos« aus Gütersloh in die Höhe ziehen. Mehrere Seile halten ihn, der Fachmann nennt das eine redundante Sicherung. So schaukelt er in seinem Rollstuhl ein paar Meter über dem Boden, genießt das Erlebnis und lächelt schließlich.

Seit 20 Jahren ermöglicht die Arche Kindern und Jugendlichen mit Behinderung einen angenehmen Aufenthalt in förderlicher Atmosphäre. Rund 100 Gäste feiern am Sonntag zwischen 14 und 18 Uhr im Garten das Fest zum 20-jährigen Geburtstag der Arche – Nichtbehinderte zusammen mit ehemaligen und derzeitigen Bewohnern des Kurzzeitpflegehauses. Mitarbeiter und viele Mitarbeiterinnen der Trägergesellschaft »Wertkreis Gütersloh« tragen zum Gelingen bei.

Sie helfen bei der Kuchenausgabe oder mischen Säfte am Cocktailstand. Gegenüber erschaffen die Luftballonkünstler Cordula und Rüdiger Paulsen eine gelbe Ente mit orangenen Schnabel und blauem Schwimmring – mehrere Kinder bewundern die Arbeit und warten darauf, sie mit nach Hause nehmen zu können. Währenddessen musizieren zwölf Leute mit Geigen, Querflöten, Gitarren oder einem Saxofon.

Versteigerung einer Holzskulptur

Der Leiter der Arche, Thomas Beitelhoff, begrüßt zur Eröffnung der Feier die Bürgermeisterin Anne Rodenbrock-Wesselmann und die stellvertretende Landrätin Elke Hardiek. Diese übernimmt als Vorsitzende des Fördervereines »Freunde der Arche« eine besondere Rolle: Mit Dieter Baars versteigert sie im Garten eine mannshohe, mit einer Kettensäge gefertigte Holzskulptur. Diese zeigt einen Fisch in einer Koralle. Der Höchstbietende erhält den Zuschlag. Bei 235 Euro fällt der Hammer. Doch es ist eher ein symbolischer Kauf, denn die Bietergemeinschaft lässt das gespendete Werk im Garten stehen.

Auch bei der Tombola kommt Geld herein: 600 Lose sind für je 50 Cent zu haben, jedes gewinnt einen Preis, manche enthalten wertvolle Gutscheine. Elke Rosenthal verkündete am Ende stolz, dass alle Lose verkauft wurden. Die Spendengelder fließen laut Beitelhoff unter anderem in die Finanzierung eines Therapiehundes, der bei den Bewohnern besonders beliebt ist, weil er wie Anjuscha Wörmann ihre Nähe nicht scheut.

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