Fesselnde Show zweier Entfesselungskünstler

Zum letzten Mal präsentierten die Ehrlich Brothers ihr bisheriges Programm. Für rund 6.000 Gäste wurde es ein spannender Abend. Auch die Magier hatten allen Grund, verblüfft zu sein

Alexander Heim

Nichts für schwache Nerven: Zum vorerst letzten Mal sorgten die Ehrlich Brothers für spannende Unterhaltung im ausverkauften Gerry Weber Stadion. Foto: Alexander Heim - © Alexander Heim
Nichts für schwache Nerven: Zum vorerst letzten Mal sorgten die Ehrlich Brothers für spannende Unterhaltung im ausverkauften Gerry Weber Stadion. Foto: Alexander Heim (© Alexander Heim)
Sold Out Award: Den überreichten Irina und Ralf Weber kurz vor Showbeginn an Andreas und Chris Ehrlich. - © Alexander Heim
Sold Out Award: Den überreichten Irina und Ralf Weber kurz vor Showbeginn an Andreas und Chris Ehrlich. (© Alexander Heim)

Halle. Fesselnde Wirkung – so in etwa ließe sich das Wort »Faszination« im Deutschen übersetzen. Und in der Tat war es auch beim siebten Auftritt der Ehrlich Brothers im Gerry Weber Stadion wieder eine fesselnde Wirkung, die die beiden Herforder auf ihre Fans ausübten. Generationen trafen sich da am Freitagabend zum wohl vorerst letzten Auftritt von Andreas und Chris Ehrlich in der Lindenstadt. Und das nicht nur, weil sich die Tournee mit der Show »Faszination« allmählich dem Ende neigt. Auch, weil die neue Show – »Dream & Fly« – wohl nicht so schnell in Ostwestfalen zu sehen sein wird.

Am Freitagabend aber durften Groß und Klein noch einmal staunen über das, was da auf der Bühne oder im Innenraum des Stadions passierte. Ganz nah waren die 5.900 den zauberhaften Brüdern aus Bünde, die ihrerseits den Abend nutzten, die Gäste aus Lippe zum Running Gag zu machen.

Sie übten eine große Anziehungskraft aus, wenn sie aus dem kleinen Elektrospielzeug einen großen Monster-Truck generierten. Und verblüfften mit dem unvermittelt auftauchenden Löwen, während sie eigentlich über die verräterische Neigung des schwarzen Magiers berichteten. Der Moment, in dem Andy zersägt zu werden droht, bedeutete Spannung pur. Gerade auch für junge Besucher, die alleine schon ob der imposanten Kulisse rasch Schutz auf dem Schoß von Mama oder Papa suchten. Oder dem schwarzen Engel erst gar nicht ins Gesicht zu blicken wagten. Dass dann auch noch die Beine abhanden kamen. Vor allem ist es die jugendliche Art der beiden, die wunderschön zur Schau gestellte Geschwister-Rivalität und nicht zuletzt der immer wieder ins Zentrum gerückte Humor, der den 41-Jährigen und seinen vier Jahre jüngeren Bruder so erfolgreich sein lassen. In London, Paris und Helsinki haben sie jüngst die »Faszination« versprüht, die nun auch wieder durchs Gerry Weber Stadion wehte. Sie haben poetische Momente eingeflochten, in denen Schattenspiel, Romantik und Zauberei ineinander übergingen. Und kluge Lebensweisheiten von sich gegeben: „Wenn die Kids aus dem Haus sind, irgendwann, gehen wir unsere Träume mal an", sinniert Andy Ehrlich da. „Schatz, lass uns mal wieder den Mut haben, mutig zu sein. Das Leben klopft an, lass es rein", gab er den Besuchern mit auf den Weg, während er, ein scheinbar unlösbares Puzzle gelöst und Grau in Farbe verwandelt hatte.

Ganz fasziniert waren übrigens auch Andy und Chris Ehrlich selbst. Zum einen natürlich vom Haller Publikum. „Es macht so viel Spaß hier aufzutreten. Vielen Dank für den wunderschönen Abend", bedankte sich Andy Ehrlich. Kurz vor Beginn hatten die Brüder ihrerseits bereits eine Auszeichnung erhalten. Ralf und Irina Weber überreichten den beiden Zauberern für sieben ausverkaufte Auftritte mit insgesamt rund 43.000 Besuchern einen »Sold Out Award«.

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