Für 2,7 Millionen Euro: So schön wird die neue Kita an der Neustädter Straße

Heiko Kaiser

Lageplan: Der Eingang befindet sich an der Neustädter Straße. - © Heiko Kaiser
Lageplan: Der Eingang befindet sich an der Neustädter Straße. (© Heiko Kaiser)

Halle. Die neue Kita wird eine runde Sache. Oder besser gesagt, eine halbrunde. Anlässlich des Pressetermins präsentierte Architektin Anke Nollkämper ihren Entwurf für das Gebäude, das zwischen Neustädter Straße und Ulmenweg entsteht. Dort, wo sich heute noch ein Spielplatz befindet, sollen ab dem Kindergartenjahr 2020/2021 insgesamt 60 Kinder in vier Gruppen betreut werden. Dabei handelt es sich um 52 Regel- und acht heilpädagogische Plätze.

„Der Spielplatz bleibt erhalten, wird jedoch auf die freie Fläche Richtung Ulmenweg verschoben", erklärt Superintendent Werner Hempelmann. Demnach werden von den 6.500 Quadratmetern 3.500 für den Kitabau zur Verfügung stehen. „Das war ein langer Kampf, bis wir zu dieser Lösung gekommen sind", sagt Hempelmann. Denn das Bewerbungsverfahren hatte vorausgesetzt, dass der neue Träger der Einrichtung ein Grundstück zur Verfügung stellen sollte.

„Haben uns zum Wohl der Kinder entschieden"

„Diese Fläche hier im Grünen war für uns etwas sehr wertvolles. Deshalb haben wir als Kirchengemeinde lange geprüft, ob es nicht andere Plätze gibt. Wir haben jedoch keine Alternative gefunden und uns deshalb für den Standort ausgesprochen. Denn letztlich geht es um die Kinder, und für ihr Wohl haben wir uns entschieden", erklärt Pfarrer Nicolai Hamilton.

Viele Räder, so Hempelmann mussten ineinandergreifen, bis jetzt der Neubau auf den Weg gebracht werden konnte. Sie drehten sich um Finanzierungsmodelle, Bedarfsplanungen, Genehmigungen durch das Landeskirchenamt und zuletzt um den Zuschuss von 291.000 Euro durch die Stiftung Wohlfahrtspflege, dessen Stiftungsrat in der vergangenen Woche endgültig grünes Licht für das Projekt gab.

Damit ist die Finanzierung des insgesamt 2,4 Millionen Euro teuren Baus gesichert. Hinzu kommen noch einmal etwa 300.000 Euro für Ausstattung und Außenanlagen.

Wann der Bau beginnt ist noch offen

Für Hempelmann ist der Bau dieser Kita gleichzeitig ein Zeichen gegen den Trend: „Wir hören heute viel von Abgrenzung. Hier entsteht jedoch ein gemeinsamer Ort für Kinder mit und ohne Behinderung. Diesen zu schaffen, war uns wichtig."

Barbara Grube (Jugendamt Gütersloh), Superindendent Walter Hempelmann, Pfarrerin Susanne Böhringer, Pfarrer Nicolai Hamilton, Prsbyter Jürgen Deichsel, Marlene Ens vom Kirchekreis, Regina Bresser Stadt Halle, Architektibn Anke Nollkämper, Bürgermeisterin Anne Rodenbrock-Wesselmann - © Heiko Kaiser
Barbara Grube (Jugendamt Gütersloh), Superindendent Walter Hempelmann, Pfarrerin Susanne Böhringer, Pfarrer Nicolai Hamilton, Prsbyter Jürgen Deichsel, Marlene Ens vom Kirchekreis, Regina Bresser Stadt Halle, Architektibn Anke Nollkämper, Bürgermeisterin Anne Rodenbrock-Wesselmann (© Heiko Kaiser)

Das neue Gebäude wurde von Architektin Anke Nollkämper großzügig konzipiert und beherbergt unter anderem Gruppen- und Schlafräume sowie Differenzierungsräume für besondere Projekte und Förderungen. Es umschließt einen Innenhof, der so angelegt ist, dass die Kinder keine Schwierigkeiten mit der Orientierung haben und schnell in ihre Gruppenräume zurückfinden können.

Vor gut eineinhalb Jahren hatte der Kreis Gütersloh angeregt, den Ausbau von acht heilpädagogischen Plätzen im Nordkreis zu realisieren. Der Bedarf bestand unter anderem auch dadurch, dass diese Plätze in Gütersloh vom Träger selbst nicht mehr angeboten wurden. Der Neubau kann starten, sobald die Geräte des heutigen Spielplatz verlagert worden sind. Der genaue Termin für den Baubeginn steht indes noch nicht fest.

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