Nur jeder zweite Haller will das Gratis-Glasfasernetz

Stichtag 1. April: Wer sich in den kommenden zwei Wochen nicht meldet, erhält auch keinen kostenlosen Internetanschluss

Uwe Pollmeier

Halbzeit: Das schnelle Internet soll ganz Halle abdecken. Bisher haben aber knapp 50 Prozent der potenziellen Nutzer nicht reagiert. - © CCO Pixabay
Halbzeit: Das schnelle Internet soll ganz Halle abdecken. Bisher haben aber knapp 50 Prozent der potenziellen Nutzer nicht reagiert. (© CCO Pixabay)

Halle. Wer jetzt nicht reagiert, wird in zwei Wochen mit leeren Händen dastehen. Mit dem geplanten Baubeginn des Glasfasernetzes für ganz Halle am 1. April endet die Frist für die Unterzeichnung des Nutzungsvertrages. Den müssen Grundstücksbesitzer unterschreiben, wenn Sie für umsonst den Anschluss ans schnelle Internet in ihre Immobilie gelegt haben wollen. Insgesamt gibt es in dem Gebiet ohne schnelle Leitungen 750 Gebäude. Lediglich 390 Hausbesitzer haben jedoch bisher ihren Nutzungsvertrag unterzeichnet.

„Mich hat diese Zahl auch überrascht", sagt Jochen Strieckmann, Geschäftsführer der hallewestfalen.net. Viele Bürger haben offensichtlich bisher gar nichts von diesem Thema mitbekommen. „Und das, obwohl wir die verschiedensten Kanäle genutzt haben", sagt Strieckmann. Die Infos seien sowohl in einem persönlichen Anschreiben als auch über soziale Medien und Tageszeitungen verbreitet worden. „Wir sind gerade dabei, die restlichen Haushalte erneut anzuschreiben", sagt Strieckmann. Denn eins ist klar. Wer bis zum 1. April die erforderliche Kabelbaugenehmigung nicht unterzeichnet hat, wird auch nicht an das Glasfasernetz angeschlossen. Zwar besteht die Möglichkeit, dies selber zu einem späteren Zeitpunkt auf eigene Rechnung zu machen, jedoch sind dann schnell bis zu 3.000 Euro fällig.

Wichtig ist es Strieckmann noch einmal klarzustellen, dass die Unterzeichnung des Nutzungsvertrages mit keinerlei Kosten und Verpflichtungen verbunden ist. Wer sich das Kabel für umsonst bis ins Haus legen lässt, muss noch längst keinen Vertrag mit der Telekom abschließen. „Aber alleine das Vorhandensein eines Glasfaseranschlusses erhöht den Wert einer Immobilie um fünf bis zehn Prozent", sagt Strieckmann. Niemand müsse sich Sorgen machen. „Wir wollen nichts von Ihnen", versichert er die Risikofreiheit der Kabelverlegung für den Hausbesitzer.

Die fünf Bauabschnitte starten in Hesseln, Eggeberg und Ascheloh

In den zögerlichen Rücksendungen der Hauseigentümer sieht er keinen Grund, den Baubeginn zu verschieben. Am 1. April sei das Paket geschnürt und somit auch die 50 prozentige Förderung des Bundes und die 40 prozentige Forderung dahin.

Installiert wird das Haller Glasfasernetz in fünf Bauabschnitten. Los geht es in Hesseln, Eggeberg und Ascheloh, es folgen die Innenstadt und Stockkämpen, anschließend stehen Bokel, Hörste und die Bereiche bis hinunter nach Hesselteich auf dem Programm. Danach geht es nach Kölkebeck und in den Bokeler Süden, zum Abschluss geht Künsebeck bis Ende 2020 online. Sollte auf dem Grundstück Boden aufgebuddelt werden müssen, wird anschließend der vorherige Zustand wieder hergestellt.

Das Formular steht auch auf www.hallewestfalen.net in der Rubrik Bauplan zum Herunterladen bereit.

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