Commerzbank zufrieden mit Jahresbilanz im Kreis Gütersloh

Das Geldinstitut mit Fillialen in Versmold und Steinhagen hat nach eigenen Angaben 3.600 Kunden im Kreis Gütersloh dazugewonnen. Bei der Geldanlage wird nach Auffassung der Bank Geld verschenkt

HK

Mit Logo: Oliver Hofmann (links) und Ludger Hunke stellten die Bilanz vor. Foto: Commerzbank - © Commerzbank
Mit Logo: Oliver Hofmann (links) und Ludger Hunke stellten die Bilanz vor. Foto: Commerzbank (© Commerzbank)

Kreis Gütersloh. Die Commerzbank Gütersloh mit Filialen in Versmold und Steinhagen hat im vergangenen Jahr Kunden hinzugewonnen und das verwaltete Kapital gesteigert. Im Privatkundengeschäft stieg die Zahl der Kunden. „Damit konnten wir seit Ende 2016 unsere Kundenzahl um mehr als 3.600 auf heute 91.600 Kunden ausbauen", sagte Ludger Hunke, Commerzbank Niederlassungsleiter Privat- und Unternehmerkunden in Gütersloh.

„Unsere Wachstumsstrategie funktioniert. Ein Grund dafür ist unser kostenloses Girokonto mit Startguthaben. Das bieten wir weiter an." Auch die erneute Auszeichnung als »Beste Bank vor Ort« trage dazu bei. Im Kreditgeschäft haben niedrige Zinsen und die gute wirtschaftliche Lage das Wachstum in Gütersloh angekurbelt.

„Das Immobilienfinanzierungsvolumen konnten wir um 9,7 Prozent auf 596 Millionen Euro steigern", so Hunke. Insgesamt hat die Commerzbank in Gütersloh ein Kreditvolumen von 732 Millionen Euro zu verzeichnen, ein Anstieg um 12,5 Prozent.

Wer Vermögen erhalten will, muss anlegen

„Bei der Geldanlage verschenken viele Menschen weiter Geld", erklärte Hunke. „Sie wissen, dass sie investieren sollten, sparen aber zu Niedrigzinssätzen. Über 648,6 Mio. Euro liegen allein bei uns hier in Gütersloh praktisch unverzinst auf Konten. Hier haben wir per Ende des Jahres einen Zuwachs von 19,4 Prozent gesehen. Dabei gilt auch 2019: Wer Vermögen erhalten will, muss anlegen statt sparen."

2018 war ein schwieriges Jahr an den Börsen, der Dax hat auf Jahressicht 18 Prozent verloren. Das hat sich im Depotvolumen niedergeschlagen. Die verwalteten Kundenanlagen sanken um zehn Prozent auf 619,6 Millionen Euro – einerseits wegen der Entwicklung an den Börsen, andererseits aufgrund des rasanten Wachstums im Einlagengeschäft.

Die Anfang des Jahres eingeführte Finanzmarktrichtlinie »Markets in Financial Instruments Directive« (MiFiD II) hat die Wertpapierberatung sehr viel komplexer und zeitintensiver gemacht. „Zugleich stellen wir fest, dass Kunden ihre Geldanlage zunehmend in professionelle Hände geben", sagte Hunke. In Gütersloh haben diese Anlagen inzwischen einen Anteil am verwalteten Vermögen von 55,8 Prozent.

Digitale Angebote führen zu mehr Kontakt zwischen Kunden und Bank, berichtete Hunke: „Die Nutzung unserer App ist um 42 Prozent gestiegen." Mit neuen Services für »Alexa« und datengestützten Empfehlungen will die Bank Kunden das Leben leichter machen.

Die Mittelstandsbank der Commerzbank konnte im vergangenen Jahr in der Region West rund 700 neue Firmenkunden gewinnen, dazu hat die Region Gütersloh mit mehr als 40 Unternehmen beigetragen. „Wir haben einen Wettbewerbsvorteil im Mittelstand mit unserer ausgewiesenen Kompetenz bei Zins-, Währungs- und Rohstoffabsicherungen, sowie im Außenhandelsgeschäft. Den wollen wir in Zukunft noch intensiver nutzen", sagte Oliver Hofmann, Leiter des Firmenkundengeschäfts in der Region. „Das Kreditvolumen mit Firmenkunden lag in der Region Gütersloh per Ende 2018 bei etwa einer halben Milliarde Euro, das bedeutet einen Zuwachs von 4,8 Prozent."

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