Endgültiges Aus für das Ponderosa-Festival 2019

Kein Festival in Kölkebeck: Die Veranstalter um Michael Grohe bekommen die Finanzierung nicht gestemmt. Dennoch soll die Geschichte der Open-Air-Musik auf dem Land der Familie Keller noch nicht auserzählt sein. Im Sommer werden Pläne geschmiedet

Marc Uthmann

Die Ponderosa-Hausband "Dizzy Dudes & Friends" spielt 2017 sich selbst und das Publikum schwindelig. - © Edwin Rekate
Die Ponderosa-Hausband "Dizzy Dudes & Friends" spielt 2017 sich selbst und das Publikum schwindelig. (© Edwin Rekate)

Halle. Eigentlich war das Aus für das Ponderosa – nur zwei Jahre nach dem Comeback vor zwei Jahren – bereits besiegelt. Doch im Januar keimte noch einmal neue Hoffnung auf. Eventmanager Michael Grohe hatte im Netz verschiedene Ideen zur Finanzierung gestreut und bei der Fangemeinde gefragt, ob sie weiter Bock auf das Festival haben.

Gut zwei Monate später muss Grohe seine Pläne nun begraben. „Wir haben die Finanzierung einfach nicht hinbekommen. Vor allem im Hinblick auf die Bands, die wir haben wollten", sagte er am Mittwoch auf Anfrage des Haller Kreisblattes. Die Veranstalter hatten zudem darauf gehofft, bis zu 2.000 Euro beim Wettbewerb »Landwirtschaft rockt« des Landwirtschaftsverlages zu gewinnen. Eine Jury um Rockmusiker Henning Wehland galt es zu überzeugen, dass eine Veranstaltung kreativ Kultur und Land verbindet. „Da haben wir es aber leider nicht unter die Top drei geschafft", berichtete Grohe. Da auch der parallel veröffentlichte Spendenaufruf nicht die nötigen Mittel einspielte, stiegen die Veranstalter erst gar nicht in den Kartenvorverkauf ein.

Aber sie geben nicht auf. „Am letzten Wochenende im Juli gibt es ein Ponderosa-Camping für alle, die gerne entspannt mit uns zelten möchten mit Lagerfeuer und Lounge-Musik", kündigt Michael Grohe an – und fügt an: „Vielleicht mit ganz neuen Ideen für 2020." Denn die Absage für dieses Jahr sei kein Aus für immer.

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