Toter Obdachloser wird in Kürze beigesetzt

Nach Leichenfund: Angehörige haben sich nicht gemeldet. Jetzt kümmert sich die Verwaltung

Nicole Donath

Leichenfundort: Auf dem Gelände der früheren Textilrecyclingfabrik Borgers am Klingenhagen wurde am 3. März ein Obdachloser tot aufgefunden. Nachdem sich keine Angehörigen oder Freunde gemeldet haben, übernimmt die Stadtverwaltung Halle die Beisetzung. Foto: Nicole Donath - © Nicole Donath, HK
Leichenfundort: Auf dem Gelände der früheren Textilrecyclingfabrik Borgers am Klingenhagen wurde am 3. März ein Obdachloser tot aufgefunden. Nachdem sich keine Angehörigen oder Freunde gemeldet haben, übernimmt die Stadtverwaltung Halle die Beisetzung. Foto: Nicole Donath (© Nicole Donath, HK)

Halle. Der 58-jährige Obdachlose, der am Abend des 3. März aufgrund eines anonymen Hinweises tot in einem vermüllten Raum auf dem Borgers-Gelände gefunden wurde, soll in Kürze bestattet werden.

Die Stadt Halle trägt in diesem Fall dafür Sorge, dass der Leichnam zunächst eingeäschert und später auf dem Friedhof beigesetzt wird. Allein eine Trauerfeier ist nicht geplant, darum müssten sich Freunde oder Angehörige des Toten kümmern. Bislang sei allerdings niemand an die Verwaltung herangetreten, erklärte die zuständige Fachbereichsleiterin.

Wie die Polizei derweil auf Nachfrage erklärte, konnte der anonyme Anrufer, der sich telefonisch über den allgemeinen Notruf gemeldet hatte und so bei der Leitstelle gelandet war, bislang nicht ermittelt werden. Weil nach der Obduktion des Toten ein Fremdverschulden allerdings ausgeschlossen werden konnte, steht der Hinweisgeber auch nicht im Fokus. Wahrscheinlich wollte der Anrufer seine Identität nur deshalb nicht preisgeben, weil der Zutritt zur Industriebrache Unbefugten untersagt ist und die Leiche nur jemand finden konnte, der sich unerlaubterweise in der früheren Recyclingfabrik für Textilien aufgehalten hat.

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