Unfall: Schüler schaut aufs Handy statt auf die Straße

Leicht verletzt: Autofahrer stößt bei Grünlicht mit zwölfjährigem Smartphonenutzer zusammen

Uwe Pollmeier,Melanie Wigger

An dieser Fußgängerampel übersah ein 12-jähriger Junge, das Rotlicht der Ampel. Mit dem Handy vor dem Gesicht lief er über die Straße. - © Uwe Pollmeier
An dieser Fußgängerampel übersah ein 12-jähriger Junge, das Rotlicht der Ampel. Mit dem Handy vor dem Gesicht lief er über die Straße. (© Uwe Pollmeier)

Halle-Hörste. Bei einem Verkehrsunfall auf der Versmolder Straße ist am vergangenen Freitagmittag ein zwölfjähriger Junge leicht verletzt worden. Wie die Polizei jetzt erst auf Nachfrage des HK mitteilte, habe der Hörster gegen 13 Uhr die Fußgängerampel auf Höhe der Tiegstraße überquert. Dabei sei er vom Fahrzeug eines 35-jährigen Güterslohers erfasst worden, der aus Hesselteich kommend in Richtung Bokel unterwegs war.

Aufgrund eines an der Seite wartenden Busses sowie einiger dahinter parkenden Fahrzeuge sei, so teilt die Kreispolizeibehörde Gütersloh mit, offensichtlich die Sicht des Autofahrers auf den Ampelbereich eingeschränkt gewesen.

Trotz einer Vollbremsung erfasste das Auto den Schüler, der sich dabei leicht verletzte und sicherheitshalber zu einem kurzen medizinischen Check zur Kinderklinik in Bielefeld-Bethel gebracht wurde. Die Verletzung sei, so teilt Polizeisprecherin Corinna Koptik mit, so gering gewesen, dass man die Presse über den Vorfall nicht informiert und auch danach keine Pressemitteilung verfasst habe. Zudem sei die Pressestelle zum Zeitpunkt des Unfalls nicht mehr besetzt gewesen und die Leitstelle habe entschieden, keinen öffentlichen Bericht über das Ereignis anzufertigen.

Wie die Polizei mitteilte, treffe den Autofahrer keine Schuld. „Die Fußgängerampel war Rot und der Junge hat beim Betreten der Straße auf sein Handy geschaut", sagt Koptik. Die Ampel hat somit für den Autofahrer Grünlicht gezeigt.

Von einer einstündigen Sperrung der Straße, wie sie von einigen Anwohnern geschildert wurde, stünde nichts in dem angefertigten Einsatzbericht der Polizei. „Ich kann mir das angesichts dieses leichten Unfalls kaum vorstellen", sagt Koptik.

Auch die Eltern des Jungen schildern im Nachhinein, dass sie keine Sperrung bemerkt haben. Jedoch soll sich der Verkehr aufgrund stehender Autos und des Krankenwagens etwa eine halbe Stunde gestaut haben.

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