TTL Network aus Halle ist "Wachstumschampion 2019"

Das auf hochwertige Kabel aller Art spezialisierte Unternehmen TTL-Network hat vom Magazin Focus Business den Titel »Wachstumschampion 2019« erhalten

Uwe Pollmeier

Patentiertes Paradebeispiel: Geschäftsführer Achim Beuckes zeigt ein DVI-Kabel, das mit dem selbst entwickelten und patentieren EMI-Safe-Gehäuse versehen ist. Das innovative Stecksystem bietet eine hervorragende 360-Grad-Abschirmung gegen elektromagnetische Strahlungen. - © Uwe Pollmeier
Patentiertes Paradebeispiel: Geschäftsführer Achim Beuckes zeigt ein DVI-Kabel, das mit dem selbst entwickelten und patentieren EMI-Safe-Gehäuse versehen ist. Das innovative Stecksystem bietet eine hervorragende 360-Grad-Abschirmung gegen elektromagnetische Strahlungen. (© Uwe Pollmeier)

Halle. Noch vor rund 20 Jahren waren Fernseher nahezu quadratisch und wogen mitunter mehr als der Besitzer. Später wurden sie breiter, flacher, leichter und das Bild wurde immer schärfer. Aus SD wurde HD und mittlerweile gehört beim Geräteneukauf das noch vier Mal schärfere 4 K zur Standardausstattung. Geblieben ist in all den Jahren allerdings die Tatsache, dass der Fernseher nur das anzeigt, was ihm über ein Kabel geliefert wird – egal, ob vom Receiver, DVD-Player oder von der Spielekonsole.

„Da sollte die Qualität schon stimmen“, sagt Achim Beuckes, Geschäftsführer von TTL-Network aus Halle. Sonst könnte es zu Pixelgewittern kommen, bei denen einzeln blitzende weiße Bildpunkte entstehen. Kabel ist doch Kabel, denkt so mancher und schiebt die Schuld oft vorschnell auf das TV-Gerät. Dabei liegt dies zumeist an der Verbindung, denn die einfache Version kann in der Regel nicht das leisten, was ein hochwertiges Produkt kann.

Auf Platz 416 unter 12.0000 Mitbewerbern

Seit fast 18 Jahren werden sämtliche Kabel, bevorzugt jedoch solche für Monitorverbindungen, von der Firma TTL-Network angeboten. Dabei handelt es sich um qualitativ hochwertige Produkte. Die am 1. Februar 2001 von den beiden Geschäftsführern Achim Beuckes und Andreas Riedenklau gegründete Firma hat in den vergangenen Jahren rasant an Umsatz zugelegt. Daher hat sie nun vom Magazin Focus Business den Titel »Wachstumschampion 2019« erhalten.

Von Halle aus in die ganze Welt: Am Lager an der Weststraße schlummern Kabel, die später auf alle Kontinente verschickt werden. - © Uwe Pollmeier
Von Halle aus in die ganze Welt: Am Lager an der Weststraße schlummern Kabel, die später auf alle Kontinente verschickt werden. (© Uwe Pollmeier)

Aus mehr als zwei Millionen Handelsregistereinträgen wurden über 12.000 Unternehmen mit einem überdurchschnittlichen Wachstum he-rausgefiltert und eingeladen. Von 1.688 Finalisten wurden wiederum die 500 Besten ermittelt. „In den vergangenen drei Jahren haben wir unseren Umsatz um durchschnittlich jeweils 24 Prozent gesteigert“, sagt Beuckes. Damit landet das Unternehmen, das derzeit 20 Personen beschäftigt, auf Platz 37 in der Rubrik Großhändler und im Gesamtranking auf Platz 416 aller bundesweit ansässigen Firmen.

Angefangen hat die Erfolgsgeschichte von TTL-Network am 1. Februar 2001 in einem kleinen Fachwerkhaus am Fasanenweg, vor rund zwölf Jahren zog man dann an die Weststraße um, wo man über eine Lagerfläche von etwa 1.200 Quadratmetern mit 880 Palettenplätzen verfügt.

"Wir haben uns einen Namen erarbeitet"

Beuckes stammt aus dem Sauerland und hat bei einem Schraubenhersteller in Gummersbach seine Ausbildung zum Industriekaufmann abgeschlossen. Danach war er siebeneinhalb Jahre als Einkaufsleiter im Maschinenbau tätig, bevor er der Liebe wegen nach Ostwestfalen kam. Er gründete 1988 eine Familie mit drei Kindern, arbeitete fortan in Bielefeld und entschied sich 2001 gemeinsam mit seinem ehemaligen Arbeitskollegen Andreas Riedenklau dazu, sich selbstständig zu machen.

„Im Laufe der Jahre haben wir uns einen Namen erarbeitet. Wir liefern nur Kabel, die allen Normen entsprechen“, sagt Beuckes. Diese werden mit allen gewünschten Extras anhand von Skizzen angefertigt. Mit oder ohne Logo, in Neongelb oder Quietschgrün und mit geradem oder abknickendem Ausgang. „Gefertigt werden sie nach unseren Vorgaben in Taiwan, Südkorea, China, Ungarn und Polen“, erklärt Beuckes. „Wenn es ein Kabel noch nicht gibt, kreieren wir es.“ Zudem sehe man sich alle potenziellen Produktionsstätten vorab unter den Aspekten des Umweltschutzes und der Arbeitsbedingungen persönlich an.

In der Regel werden die Kabel nicht an den Endverbraucher geliefert, zu den Kunden zählen viel große und namhafte Firmen. Allerdings kommt jeder Haller wohl häufiger indirekt mit den Produkten aus dem Hause TTL-Network in Kontakt. So sind sie in vielen Geldautomaten, in Glücksspielautomaten, im Maschinenbau oder auch in medizinischen Geräten wie etwa Zahnarztstühlen verbaut. Erst kürzlich wurden Kabel für die Videotechnik einer Polizeistation in Dubai geliefert.

Im vergangenen Jahr lag der Umsatz bei 8,2 Millionen Euro. „Als er 2011 bei gut zwei Millionen Euro lag, hatten wir die Zehn-Millionen-Grenze für 2021 angepeilt“, sagt Beuckes. Dieses Ziel bleibe auch bestehen, werde aber vielleicht schon etwas eher erreicht.

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Rangfolge des Wachstums

Patentiertes Paradebeispiel: Geschäftsführer Achim Beuckes zeigt ein DVI-Kabel, das mit dem selbst entwickelten und patentieren EMI-Safe-Gehäuse versehen ist. Das innovative Stecksystem bietet eine hervorragende 360-Grad-Abschirmung gegen elektromagnetische Strahlungen.

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