Pünktliche Fertigstellung der A33 steht auf der Kippe

Bis Ende des Jahres soll der nächste A 33-Abschnitt zwischen Künsebeck und dem Haller Zentrum befahrbar sein. Es spricht jedoch einiges dafür, dass sich diese Freigabe aufs Frühjahr 2019 verschiebt

Uwe Pollmeier

Auf dem Teilabschnitt zwischen Schnatweg und Alleestraße - © Uwe Pollmeier
Auf dem Teilabschnitt zwischen Schnatweg und Alleestraße (© Uwe Pollmeier)

Halle. Es wird derzeit heftig geschraubt, gebuddelt und markiert auf dem Teilstück des letzten A33-Bauabschnitts zwischen Künsebecker Schnatweg und Haller Alleestraße. Und dennoch ist die Eröffnung der vier Kilometer langen Strecke am angepeilten Jahresende äußerst fraglich.

„Ich bin da verhalten optimistisch", sagt Sven Johanning, Sprecher des Landesbetriebs Straßen.NRW. Derzeit gebe es keine Verzögerungen, allerdings wisse man nicht, was noch kommt. Sicher ist wohl, dass es eine ganz enge Angelegenheit wird. „Es könnte ein Weihnachtsgeschenk werden", sagt Johanning und schließt somit wohl eine Freigabe deutlich vor dem 24. Dezember aus.

Freigabeverzug bremst nun die Euphorie

Aber selbst eine bis zum Jahresende anhaltende optimale Witterung, sprich weiterhin trocken und frostfrei, dürfte kein Garant für das Einhalten des geplanten Stichtags sein. „Ich würde mich da nicht so weit aus dem Fenster lehnen", hält sich Johanning zurück. Zu sehr ist auch noch die Freigabe des vorherigen Teilabschnitts zwischen der Abzweigung zum Bielefelder Ostwestfalendamm und dem Schnatweg in Künsebeck in Erinnerung. Dieser sollte eigentlich Ende 2017 erfolgen, wurde dann jedoch erst sechs Wochen vor dem Jahreswechsel auf den 4. April 2018 verschoben.

Letzte Arbeiten auf dem Teilabschnitt zwischen Schnatweg und Alleestraße - © Uwe Pollmeier
Letzte Arbeiten auf dem Teilabschnitt zwischen Schnatweg und Alleestraße (© Uwe Pollmeier)

„Es sind derzeit noch einige Arbeiten auszuführen", sagt Johanning. So fehlen noch Markierungen, Beschilderungen, Verkehrszeichen und teilweise auch noch Schutzplanken. Man habe die Arbeitskräfte vor Ort gebeten, alles zu geben, damit der Zeitplan eingehalten werden kann. Die Wettervorhersage für die nächsten Tage stimmt Johanning positiv. Frostfrei und relativ trocken soll es werden. Das bilderbuchhafte Wetter dürfte in diesem Jahr wohl keinesfalls für Verzögerungen im Baugewerbe verantwortlich gemacht werden.

Theenhausener Straße bekommt provisorische Überfahrt

Neben all den einzelnen Baustellen entlang der Strecke, muss auch noch die provisorische Überfahrt zwischen Theenhausener Straße (Westumgehung) und A 33 fertiggestellt werden. „Das ist aber recht einfach und somit schnell gemacht", sagt Johanning. Die Streckenführung sieht vor, dass sämtliche Autofahrer, die auf der Theenhausener Straße unterwegs sind, zwischen Kreisel Alleestraße und der Grünbrücke auf die Autobahnspur wechseln. Gleiches gilt natürlich für die Autos auf der Autobahn, die in Fahrtrichtung Borgholzhausen nur über die kleine Verbindungsstraße wieder auf die Theenhausener Straße gelangen. Das Teilstück der Westumgehung zwischen Kreisel und Poststraßen-Grünbrücke bleibt somit bis zum kompletten Lückenschluss, der planmäßig Ende 2019 erfolgen soll, gesperrt.

Sven Johanning von Straßen NRW - © Marten Siegmann
Sven Johanning von Straßen NRW (© Marten Siegmann)


Nach dem ersten Bauabschnitt zwischen A 2 und Ostwesfalendamm (2007 bis 2012, 6,4 Kilometer, 125 Millionen Euro) und der zweiten Passage zwischen Ostwestfalendamm und Künsebeck (2009 bis 2018, 7,9 Kilometer, 123,4 Millionen Euro) soll das dritte Teilstück zwischen Künsebeck und Borgholzhausen (2012 bis 2019, 12,6 Kilometer, etwa 140 Millionen Euro), das in zwei Schritten freigegeben wird, die Lücke schließen. Dann endlich wird die 112,8 Kilometer lange Strecke zwischen Osnabrück und Bad Wünnenberg ausnahmslos befahrbar sein.

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