Zukunft der Berufskollegfläche in Halle bleibt ungewiss

Uwe Pollmeier

Die Zukunft der Fläche am Berufskolleg in Halle bleibt weiterhin offen. - © Ulrich Fälker
Die Zukunft der Fläche am Berufskolleg in Halle bleibt weiterhin offen. (© Ulrich Fälker)

Halle. Stadtpark oder Wohnbebauung – seit Jahren wird diese Frage bezüglich der Freifläche am Berufskolleg diskutiert. Nun aber liegen vorerst beide Optionen auf Eis, da der Kreis Gütersloh als Eigentümer der Fläche verständlicherweise einen angemessenen Preis für das innerstädtische Filetstück erwartet.

In der Vorlage für den nächsten Planungs- und Stadtentwicklungsausschuss am Dienstag, 18. September, um 17.15 Uhr im Rathaussaal, steht, dass die Kreisverwaltung „nicht bereit sei, die Fläche unterhalb eines angemessenen Preises zu veräußern".

Während der Offenlegung des Bebauungsplanes im Sommer 2017 hatte sich eine Vielzahl von Einwendern gemeldet, die sich für den Erhalt der Grünfläche einsetzten. Mit der von der Stadt favorisierten Wohnbebauungen zeigten sie sich nicht einverstanden.

Keine der beiden Optionen ist wahrscheinlich

Nun stellt die Verwaltung fest, dass angesichts der Preisvorstellungen seitens des Kreises Gütersloh, der Baulandpreise zugrunde legt, zurzeit weder „die Verwirklichung eines Stadtparks noch eine Bebauung der Fläche zu Wohnbauflächen wahrscheinlich ist".

Die Verwaltung empfiehlt daher, das Planverfahren zunächst einzustellen und Gespräche mit dem Kreis Gütersloh über die Zukunft des Geländes aufzunehmen. Somit scheint es derzeit offen, was mit der Grünfläche zwischen Schule und Bahngleisen geschieht.

Im Stadtentwicklungskonzept ISEK wird die Fläche eher in den Kontext der gesamtstädtischen Wohnbaulandentwicklung und des Grundsatzes Innen- vor Außenentwicklung gestellt. Auf der Gegenseite werden jedoch der Erhalt vorhandener Baum- und Gehölzstrukturen sowie die Schaffung alternativer Grünanlagen gefordert.

Laut ISEK spitzt sich der Konflikt zwischen einer landschaftsschützenden Innenentwicklung und dem drohenden Verlust von Freiräumen in Siedlungen in der Innenstadt zu. Die Frage nach dem „richtigen Maß" erhalte eine zentrale Bedeutung.

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