Elterntaxi: Hol- und Bringzonen an der Gartenstraße sind freigegeben

Rolf Uhlemeier

Offizielle Freigabe: Am Montag wurde die »Hol- und Bringzone« an der Gartenstraße von Schülern der Lindenschule und von Landrat Sven-Georg Adenauer (an der Schere) ihrer Bestimmung übergeben. Mit dabei Heinz-Udo Lakemper, Felix Gertheinrich, Pia Coulthard, Bernhard Riepe, Kim Nadine Ortmeier, Uwe Ahlemeier, Maik Evers sowie Claudia Wienke, Silke Brockmann und Teresa Hamilton (von links). - © Rolf Uhlemeier
Offizielle Freigabe: Am Montag wurde die »Hol- und Bringzone« an der Gartenstraße von Schülern der Lindenschule und von Landrat Sven-Georg Adenauer (an der Schere) ihrer Bestimmung übergeben. Mit dabei Heinz-Udo Lakemper, Felix Gertheinrich, Pia Coulthard, Bernhard Riepe, Kim Nadine Ortmeier, Uwe Ahlemeier, Maik Evers sowie Claudia Wienke, Silke Brockmann und Teresa Hamilton (von links). (© Rolf Uhlemeier)

Halle. Es sind jeweils nur ein paar hundert Meter, aber sie könnten einen ausgesprochen positiven Effekt haben. Voraussetzung ist allerdings, dass die Eltern mitmachen. Für Schülerinnen und Schüler der Lindenschule war es gestern bei der offiziellen Eröffnung schon ein lohnenswerter Fußmarsch und ein großer Spaß.

Bitte folgen: Fußabdrücke auf dem Bürgersteig wurden gestern auch gemalt und sollen künftig den Schulweg weisen. - © Rolf Uhlemeier
Bitte folgen: Fußabdrücke auf dem Bürgersteig wurden gestern auch gemalt und sollen künftig den Schulweg weisen. (© Rolf Uhlemeier)

Zur Freigabe der »Hol- und Bringzone« an der Gartenstraße waren sie zusammen mit Schulleiter Maik Evers, Silke Brockmann, Claudia Wienke und der Elternpflegschaftsvorsitzenden Teresa Hamilton von der etwa 250 Meter entfernten Grundschule gekommen. Mitgebracht hatten sie ihre Bastelscheren und durften zusammen mit Landrat Sven-Georg Adenauer das Absperrband durchschneiden.

Um morgens das Verkehrschaos vor der Lindenschule zu minimieren, sind vier Haltezonen eingerichtet worden. Am Lindenbad, am Alten Marktplatz, an der Mönchstraße und gegenüber des Marktkauf-Parkplatzes können Eltern künftig morgens zwischen 7 und 9 Uhr halten und ihre Kinder auf den verbleibenden kurzen Weg zur Schule schicken.

Empfehlungen des ADAC

Die vier mit blauen Linien und blauer Schrift markierten, rund 15 Meter langen Haltebuchten wurden nach einer Elternbefragung sowie intensiver Abstimmung mit den Lehrkräften, der Stadtverwaltung, der Polizei und der Verkehrsbehörde des Kreises ausgewählt. Zudem wurden Empfehlungen des ADAC und eines Ingenieurbüros berücksichtigt.

Bitte freihalten: In der Zeit von 7 bis 9 Uhr.  - © Rolf Uhlemeier
Bitte freihalten: In der Zeit von 7 bis 9 Uhr.  (© Rolf Uhlemeier)

Seit Montag sind nun die Eltern am Zug. Nur sie können das Projekt mit Leben füllen und für eine entspannte Verkehrssituation vor der Haller Grundschule sorgen. „Was sich da teilweise abspielt, ist kein gutes Beispiel für die Kinder", sagt Maik Evers. Der Schulleiter hofft, dass sich die Eltern motivieren lassen und ihren Nachwuchs verstärkt auf die letzten Meter zur Schule schicken. Bei den Strecken wurde laut Kim Nadine Ortmeier von der Kreisverwaltung darauf geachtet, dass die Wege sicher sind. Kriterien waren breite Bürgersteige sowie Zebrastreifen und Ampelanlagen zur Überquerung von Straßen.

Gedacht ist das Projekt übrigens als Angebot, nicht als Verpflichtung. „Wenn nur 20 bis 30 Prozent der Eltern die Halteflächen nutzen, dann wäre das schon ein echter Erfolg", erklärte Maik Evers. Eingebettet sind die vier »Hol- und Bringzonen« übrigens in das »Verkehrszähmerprogramm« der Lindenschule, zu dem unter anderem auch der »Walking-Bus« gehört. „Die Kinder dürfen auch mit dem Roller oder dem Fahrrad zu Schule kommen, und dass nicht nur nach bestandener Radfahrprüfung im vierten Schuljahr", erklärte Evers und fügte hinzu: „Das ist leider ein weit verbreiteter Irrglaube. Es ist aber so, dass die Eltern die Verantwortung übernehmen müssen, wenn die Kinder mit dem Rad zur Schule fahren."

Vier weitere Grundschulen im Kreisgebiet beteiligt

Neben der Haller Schule beteiligen sich vier weitere Grundschulen im Kreisgebiet an dem Projekt: Die Grundschule Kattenstroth der Stadt Gütersloh und die Pius-Bonifatius-Grundschule in Rheda-Wiedenbrück sind auch bereits auf dem Weg. Folgen werden zwei weitere Schulen in Langenberg und in Schloß Holte-Stukenbrock. Das soll aber nur der Auftakt sein. „Wir werden das Projekt weiter begleiten und die Ergebnisse auswerten. Auch andere Schulen können sich gerne anschließen", sagte Kim Nadine Ortmeier.

Bernhard Riepe, Sachgebietsleiter Verkehrslenkung beim Kreis, wies darauf hin, dass das eingeschränkte Halteverbot auf den mit blauen Linie und blauer Schrift gekennzeichneten Flächen nur morgens von 7 bis 9 Uhr gilt: „Danach darf dort grundsätzlich geparkt werden."

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