Stadt macht neue Vorschläge in Sachen Alleestraße

Marc Uthmann

Bald wieder in der Diskussion: Die Zukunft der Alleestraße. - © Marc Uthmann
Bald wieder in der Diskussion: Die Zukunft der Alleestraße. (© Marc Uthmann)

Halle. Nach den zum Teil hitzigen Debatten über den Umbau von Allee- und Bahnhofstraße war nicht zuletzt mit dem Bürgerworkshop wieder mehr Sachlichkeit in den Dialog eingezogen. Die Stadt hat die Ergebnisse nun zusammengefasst und macht einen Vorschlag, wie sie in eine neue Planungsvariante einfließen könnten. Den Weg dafür könnte der Bau- und Verkehrsausschuss am Dienstag, 25. September, ebnen.

Die Ziele und Vorgaben in der Beschlussvorlage sind konkret gefasst. Für die Bahnhofstraße empfiehlt die Verwaltung als Ergebnis des Workshops eine maximale Geschwindigkeit von 30 Stundenkilometern, mindestens 2,50 Meter breite Gehwege sowie eine 6,50 Meter breite Fahrbahn. Die Radfahrer sollen dort künftig auf der Fahrbahn unterwegs sein, gegebenenfalls auf einem Schutzstreifen. Die Sichtverhältnisse bei Straßeneinmündungen sollen verbessert, die Engstelle auf Höhe der Bäckerei soll entschärft werden. Schließlich empfiehlt die Verwaltung, die Bäume am Friedhof zu erhalten.

Der mögliche Maßnahmenkatalog für die Alleestraße ist weitaus länger. Unter anderem sieht er Tempo 50 vom Ortseingang bis zum Künsebecker Weg vor, im weiteren Verlauf bis zur Bahnlinie soll Tempo 30 gelten – vor allem um den Verkehr im Bereich sozialer Einrichtungen wie Krankenhaus und Gymnasium sicherer zu machen. Auf der Alleestraße würden die Fahrradfahrer auf einem abgesetzten Weg fahren. Da die Stadt aber eine »streckenbezogene Geschwindigkeitsbegrenzung« vorsieht, wäre auch das Fahren auf der Straße erlaubt.

Maßnahmenpaket sieht keine Mittelstreifen mehr vor

Die Gehwege sollen laut Vorschlag mindestens 2,50 Meter breit sein, die Fahrbahn 6,50 Meter, Parkstreifen werden so weit möglich vorgehalten, bestehende Plätze bleiben bestehen. Die Bushaltebuchten Gymnasium und Krankenhaus würden ebenso erhalten bleiben wie die Ampel am Künsebecker Weg.

Den vieldiskutierten Mittelstreifen für die Alleestraße sieht das Maßnahmenpaket nicht mehr vor – eine Wiederherstellung des Alleecharakters der Straße sei indes „wünschenswert".

Diese Vorlage dürfte reichlich Diskussionsstoff bieten, die Stadt kalkuliert mit 12.000 Euro für eine weitere Planungsvariante des Büros Kaulen. Wenn die Politik den Weg für ihre Erarbeitung frei macht, würde das neue Konzept anschließend wieder dem Verkehrsausschuss vorgelegt.

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