Trassenfahrt auf der A33: Arbeiten liegen im Zeitplan

Rolf Uhlemeier

Gefragter Gesprächspartner: Andreas Meyer von Straßen.NRW. - © Rolf Uhlemeier
Gefragter Gesprächspartner: Andreas Meyer von Straßen.NRW. (© Rolf Uhlemeier)

Halle. Man hat es gemeinhin eilig, wenn man auf der Autobahn unterwegs ist. Das galt gestern auch für die voraussichtlich letzte Trassenfahrt des A 33-Aktionsbündnisses: Kurz nach 14 Uhr bestiegen die gut 100 Schaulustigen die beiden Busse und um 15.30 Uhr wurden an der Violenbachschule in Borgholzhausen bereits Schnittchen und Kuchen gereicht.

Dazwischen erlebten die Trassenfahrer das seltene Privileg, mit einem Bus über die noch unfertige Autobahn zu fahren. Aufpassen mussten die Busfahrer trotzdem. Zum Beispiel, wenn von rechts ein Baustellen-LKW kam und nicht den Beschleunigungsstreifen nutze. Da, wo die Stockkämper Straße die Autobahn kreuzt, bogen die beiden Busse in nördlicher Richtung auf die Autobahn ab.

Einmaliges Erlebnis: Rund 100 Interessierte nutzten gestern die Möglichkeit, um mit zwei Bussen über die A 33-Trasse zu fahren. Im Hintergrund verläuft die Tatenhausener Straße. - © Rolf Uhlemeier
Einmaliges Erlebnis: Rund 100 Interessierte nutzten gestern die Möglichkeit, um mit zwei Bussen über die A 33-Trasse zu fahren. Im Hintergrund verläuft die Tatenhausener Straße. (© Rolf Uhlemeier)

Nach einem kurzen Zwischenstopp beim Regenrückhaltebecken an der Hesselteicher Straße und am kleinen Wäldchen, dass durch sein Bechsteinfledermaus-Vorkommen Schlagzeilen geschrieben hat, gings auf der Gegenfahrbahn in Richtung Halle.

Noch kein konkreter Termin für die Eröffnung des nächsten Teilstücks

Viel wurde über Betonschutzwände, Amphibiendurchlässe, Streckenbau, Regenwasserableitung, Lärmschutzwände und dergleichen mehr berichtet. Die spannendste Frage beantwortete Wilhelm Willenberg allerdings leider auch nach der Rückkehr in Borgholzhausen nicht wirklich konkret. Da sich die Freigabe des Streckenabschnittes von Bielefeld bis zum Schnadweg in Künsebeck um einige Monate verzögert hatte, wollte sich der Projektleiter nicht auf einen Termin für die Inbetriebnahme des Teilstücks bis Bokel festlegen: „Wir arbeiten dran. Eine konkrete Aussage kann ich aber noch nicht machen."

Immerhin bestätigte Willenberg, dass sich die Arbeiten innerhalb der vorgegebenen Zeitplanung bis Ende des Jahres befinden: „Es ist noch sehr viel Kleinkram zu erledigen", erklärte der Projektleiter und ergänzte: „Zum Schluss drängt es sich – das ist halt immer so." Wirklich ernst wird es für die Autobahnbauer, wenn der Termin für die Eröffnungsfeier an das Ministerium gemeldet worden ist. Wenn die Politiker eingeladen worden sind, dann muss es klappen.

Auf dem vorletzten Anschnitt bis zum Kreisel an der Alleestraße wird aktuell noch an den Lärmschutzeinrichtungen, an der Beschilderung und an den Markierungen gearbeitet. Die Linien auf den Fahrbahnen müssen laut Willenberg bis Ende Oktober aufgebracht werden, sonst könnten die Temperatur- und Feuchtigkeitswerte für die Aushärtung des Kunststoffmaterials kritisch werden.

Kritisch wird es voraussichtlich noch einmal für die Autofahrer auf der Westumgehung (L 782). Ab Montag, 17. September, werden entlang der Autobahntrasse Fundamente für Lärmschutzwände gegossen. Dafür muss die Theenhausener Straße einseitig gesperrt und mit einer Ampelanlage versehen werden. Willenberg: „Die Sperrlänge wird 100 Meter betragen und die Ampelanlage wird mitgeschleppt."

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