Maskierte Täter sprengen Automaten der Deutschen Bank in Halle

Flucht mit einigen Geldbehältern

Marc Uthmann

Maßarbeit: Die Täter konzentrierten sich bei der Sprengung aufs Wesentliche und beschädigten das restliche Gebäude kaum. - © Foto: Marc Uthmann
Maßarbeit: Die Täter konzentrierten sich bei der Sprengung aufs Wesentliche und beschädigten das restliche Gebäude kaum. (© Foto: Marc Uthmann)

Halle (HK/maut). Und wieder sprengen Kriminelle in der Region einen Geldautomaten. Nach Fällen im Versmolder Ortsteil Loxten und in Steinhagen wurde in der Nacht zu Pfingstmontag Halle zum Tatort. Um 03.29 Uhr wurde der Polizei von einer Alarmzentrale gemeldet, dass der Geldautomat der Deutsche-Bank-Filiale an der Bahnhofstraße attackiert wurde.

Gleichzeitig meldeten sich Zeugen, die mehrere maskierte Männer im Eingangsbereich der Bank gesehen hatten. Außerdem hatten sie eine graue Audi-Limousine beobachtet, die mit dem Heck zum Eingang der Bank quer auf der Fahrbahn stand. An dem Audi war ein Kennzeichen aus Osnabrück angebracht. Kurz darauf trafen Polizeibeamte an der Bank ein. Sie mussten feststellen, dass der obere Teil des Geldautomaten sauber aufgesprengt worden war. Die Täter hatten einige Geldbehälter gestohlen. Nach Angaben der Zeugen war der Audi in der Zwischenzeit mit hoher Geschwindigkeit über die Bundesstraße 68 in Richtung Osnabrück weggefahren. Obwohl die Polizei sofort eine Ringfahndung auslöste, in die auch ein Polizeihubschrauber und Beamte in Niedersachsen eingebunden waren, konnten die Täter entkommen.

Täter legen offenbar Nagelbänder aus

Offenbar wurde durch die Sprengung nur der Geldautomat beschädigt, am Gebäude und in den Räumen entstand kein Schaden. Über die Höhe der Beute macht die Polizei derzeit noch keine Angaben.

Fahndung erfolglos: Die Polizei konnte die Automatensprenger trotz Hubschrauber und der Unterstützung niedersächsischer Einheiten zunächst nicht dingfest machen. - © Foto: Marc Uthmann
Fahndung erfolglos: Die Polizei konnte die Automatensprenger trotz Hubschrauber und der Unterstützung niedersächsischer Einheiten zunächst nicht dingfest machen. (© Foto: Marc Uthmann)


Dass die Täter offenbar versucht hatten, besonders professionell vorzugehen und die Tat gut geplant war, lässt sich an einer weiteren Begebenheit ablesen: Auf der Polizeiwache in Halle meldeten sich weitere Zeugen, die in der Martin-Luther-Straße Nagelbänder auf der Fahrbahn gefunden hatten. Vermutlich hatten die Täter sie ausgelegt, um die Anfahrt der Streifenwagen zu behindern. Die Polizei bittet weitere Zeugen, verdächtige Beobachtungen im Umfeld der Deutschen Bank und in der Martin-Luther-Straße zu melden. Hinweise nehmen die Beamten in Gütersloh telefonisch unter (05241) 869-0 entgegen.

Copyright © Haller Kreisblatt 2018
Texte und Fotos vom Haller Kreisblatt sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.

Kommentare

Um Ihren Kommentar abzusenden, melden Sie sich bitte an.
Sollten Sie noch keinen Zugang besitzen, können Sie sich hier registrieren.

Mit dem Absenden des Kommentars erkennen Sie unsere Nutzungsbedingungen für die Kommentarfunktion an.