Das Mekka des Schlagers liegt in Halle

Alexander Heim

5600 Fans feiern im Gerry Weber Stadion die »Party des Jahres. - © Alexander Heim
5600 Fans feiern im Gerry Weber Stadion die »Party des Jahres. (© Alexander Heim)

Halle. Es dauert keine fünf Minuten. Gerade noch haben die DDC-Breakdancer eine ihre akrobatischen Tanzeinlagen vorgeführt und erste Feuerfontänen aufsteigen lassen, da erkennt man – ganz in James-Bond-Manier – die Schattenumrisse von Florian Silbereisen. Als der 36-Jährige die große Bühne im Gerry Weber Stadion betritt und zu »Eins kann mir keiner« ansetzt, hält es auch die Besucher nicht mehr auf ihren Plätzen. Ausgelassen singen und tanzen sie mit. „Seid ihr bereit für die Party des Jahres?“ – Welche Frage von Showmaster Silbereisen. Nach einem Schluck »Griechischer Wein«, einem Hauch »Ich liebe das Leben« und einer Prise »Life is life« wissen sie, was sie wollen – drei Stunden lang ausgelassen feiern.

Ohrwürmer am laufenden Band und Selfies mit den Fans

Dafür lassen die Stars und Sternchen es auch an nichts fehlen. Im knallroten Anzug präsentiert sich da kein Geringerer als Ross Antony, der Opener des Abends. Als er seine ersten Hits mit »Michaela« und »Eine neue Liebe« abgefeuert hat, da kocht das Stadion bereits. Und das, obwohl Pyro-Effekte, Konfetti-Regen, Glitter, Wunderkerzenbögen, Rauchfontänen und Silberschlangen erst später zum Einsatz kommen werden.

Mit viel Wärme heißen die Besucher Schlager-Küken Helene Nissen auf der Bühne willkommen, die bei Gloria Gaynor’s »I will survive« eine Kostprobe ihrer tollen Stimme gibt und die Massen bewegt. Die rauchige, tiefe Stimme von Ben Zucker war sicher für einige der Besucher einer der Gründe, überhaupt zum Schlagerfest gekommen zu sein. Schließlich ist der 34-Jährige der Senkrechtstarter des Vorjahres. „Was für eine geile Zeit“ – das denken sich zu diesem Zeitpunkt auch die Besucher. Dabei liegt Großes noch vor ihnen. Denn nicht nur Jan Smit und Christoff unterstützen ihren Freund und Kollegen Florian Silbereisen. Als Formation KLUBBB3 feuern sie Salve um Salve ihrer eigenen Hits und Ohrwürmer ab. Und präsentieren tolle Cover-Versionen zahlreicher Evergreens, darunter »Save you kisses« von Brotherhood-of-Man. Dass die drei – ebenso wie später Ben Zucker – durch die Reihen des Innenraums ziehen und erste Selfie-Wünsche erfüllen, zeigt die große Nähe, die zwischen Stars und Fans herrscht. Keine Frage also, dass ausnahmslos alle Stars später geduldig Autogrammwünsche erfüllen werden.

Das Mekka des Schlagers liegt in Halle

Im zweiten Teil der Show ist es dann vor allem Jürgen Drews, der Bühne und Stadion strahlen lässt. Er singt nicht nur »Ich bau dir ein Schloss«. Er erlebt dabei zugleich, wie seine KLUBBB3-Kollegen tatsächlich ihre handwerklichen Begabungen hervorholen und ein Schloss auf der Bühne errichten. Das »Bett im Kornfeld« läutet gegen 21.45 Uhr das Ende der Schlager-Party ein. Noch aber spricht die Stimmung eher für Kissenschlacht als schlafen gehen. Und die leben nicht nur die Sänger und vier Tänzerinnen, sondern auch die ebenso kreativen wie topfitten Jungs der DDC-Breakdancer aus. Marcel, Alex & Co. von der Dancefloor Destruction Crew sorgten mehr als einmal am Abend für absolute Hingucker.

Der befürchtete Verkehrskollaps auf dem Weg zum Gerry Weber Stadion blieb übrigens aus: Die Schlagerfans konnten die Eventarena in angemessenem Tempo über A 33, Westumgehung oder B 68 erreichen.

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