Profiler Petermann ist auf der Spur des Bösen

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Bekannter Profiler: Axel Petermann berichtet über (ungelöste) Mordfälle und die Arbeit der Kriminalisten. - © Foto: HK
Bekannter Profiler: Axel Petermann berichtet über (ungelöste) Mordfälle und die Arbeit der Kriminalisten. (© Foto: HK)

Kreis Gütersloh . Wie sieht eine Tatortanalyse aus? Was kann man aufgrund der Indizien am Tatort über das Verbrechen erfahren? Der bekannte Profiler Axel Petermann kommt am Sonntag, 15. April, um 14 Uhr in die Hotel Residence Klosterpforte nach Marienfeld. Hier wird der 65-jährige Autor seine Gäste mit auf eine spannende Reise zu exemplarischen Tatorten nehmen und die Arbeit eines Profilers erklären. Dabei geht er erstmals auch auf ausgewählte ungeklärte Mordfälle des Kreises ein. Auch der Mord an Nelli Graf wird in seinem Vortrag Thema sein.

Darüber hinaus wird Axel Petermann von weiteren Mordfällen erzählen, die unter die Haut gehen, und gibt Einblicke in die ebenso schwierige wie am Ende oftmals verblüffende Aufklärung mancher grausamer Taten. Die Zuhörer erfahren, wie Tatort-Ermittler denken und was Spuren über die Psyche eines Täters verraten. „Für Profiler sind vor allem die Spuren hinter der Spur von Bedeutung", erklärt der Kriminalist. Beispiele: Wer ist das Opfer überhaupt? Wie ist seine Persönlichkeit? Wa-rum ist gerade diese Person zum Opfer geworden? „Mir geht es darum, die Tat zu verstehen und nachzustellen, indem ich die Entscheidungen des Täters an den Tatortspuren ablese."

Das Landeskriminalamt (LKA) hat jüngst eine Datenbank zur Klärung ungelöster Mordfälle aufgebaut. In dieser sogenannten Cold-Case-Datenbank sollen Akten selbst aus den 1970er-Jahren noch erfasst werden. Dabei geht es um eine systematische Analyse dieser archivierten Fälle und auch darum, mögliche Parallelen abzugleichen. Insgesamt 50 ungeklärte Fälle aus dieser Region sind jetzt dort erfasst worden (das HK berichtete) . „Von dem Aufbau dieser Datenbank geht ein wichtiges Signal aus", sagt Petermann, „denn diese Akten werden nicht einfach geschlossen." Auch darüber wird er berichten.

Petermann hat als Leiter der Mordkommission in Bremen und stellvertretender Leiter im Kommissariat für Gewaltverbrechen unzählige Gesichter des Todes gesehen. Vor 15 Jahren baute er die Dienststelle „Operative Fallanalyse" auf, deren Leiter er bis zu seiner Pensionierung im Oktober 2014 war. Karten gibt es (auch im Vorverkauf) in der Klosterpforte.

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