Polizei warnt vor dubiosen Mahnungen

Unseriös: Bürger werden aufgefordert, Geld zu überweisen. Aber sie wissen gar nicht, wofür

Rolf Uhlemeier

Ignorieren: Dieses Schreiben der Norsia Forderungsservice AG ist unseriös. Foto: Rolf Uhlemeier - © Rolf Uhlemeier
Ignorieren: Dieses Schreiben der Norsia Forderungsservice AG ist unseriös. Foto: Rolf Uhlemeier (© Rolf Uhlemeier)

Halle. Es kommt immer wieder vor, dass Menschen dubiose Rechnungen, Mahnungen oder Zahlungsaufforderungen per Post oder E-Mail ins Haus flattern. So einen Brief hat jetzt auch eine HK -Leserin bekommen. „Das kommt immer wieder vor", sagt Katharina Felsch. Die Pressesprecherin der Kreispolizeibehörde weist darauf hin, dass es zunächst einmal wichtig ist, einen genauen Überblick über die eigenen Zahlungsverpflichtungen zu haben. Wenn sich herausstellt, dass die Zahlungsaufforderung jeglicher Grundlage entbehrt, kann man sie laut Katharina Felsch entweder ignorieren oder Anzeige erstatten: „Dann wird die Sache strafrechtlich verfolgt."

„Es ist auch sehr verdächtig, wenn man gleich eine Mahnung bekommt."

Nach Ansicht der Pressesprecherin können gewisse Ungereimtheiten, die bei einer genaueren Recherche zutage treten, ein Hinweis auf einen möglichen Betrug sein. Im vorliegenden Fall handelt es sich um einen »Forderungsservice«, der angeblich einen Sitz in Berlin hat, aber eine Rufnummer mit der Vorwahl von Großbritannien angibt, die allerdings nicht erreichbar ist. Zudem soll der eingeforderte Geldbetrag auf ein Konto überwiesen werden, das bei einer belgischen Bank in Antwerpen geführt wird.

Das Blaulicht eines Polizeiwagens - © dpa
Das Blaulicht eines Polizeiwagens (© dpa)

Grundsätzlich rät Katharina Felsch dazu, nie Geld zu überweisen, wenn man nicht weiß, warum und wofür. „Es ist auch sehr verdächtig, wenn man gleich eine Mahnung bekommt." Normal wäre es, dass zunächst eine Rechnung und dann noch eine Zahlungsaufforderung verschickt werden. Hilfreich kann es auch sein, im Internet nach dem Absender zu forschen. Im vorliegenden Fall gibt es drei Treffer, wenn man den Namen in die Suchmaschine eintippt, und die sind nicht einmal in deutscher Sprache abgefasst. Da dürfte erhöhte Vorsicht sehr angebracht sein.

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