Kreisel an Alleestraße wird zum Nadelöhr - provisorische Ausfahrt soll helfen

Heiko Kaiser

Das Provisorium: So soll der Verkehr ab Ende 2018 für ein Jahr fließen. Fahrzeuge in Richtung Borgholzhausen werden über die Trasse der A 33 geführt. Ein Stück hinter der Grünbrücke Postweg führt eine provisorische Ausfahrt auf die L 782. Das jetzige Teilstück der Westumgehung zwischen dem Kreisel und der provisorischen Ausfahrt wird gesperrt. - © Ulrich Fälker
Das Provisorium: So soll der Verkehr ab Ende 2018 für ein Jahr fließen. Fahrzeuge in Richtung Borgholzhausen werden über die Trasse der A 33 geführt. Ein Stück hinter der Grünbrücke Postweg führt eine provisorische Ausfahrt auf die L 782. Das jetzige Teilstück der Westumgehung zwischen dem Kreisel und der provisorischen Ausfahrt wird gesperrt. (© Ulrich Fälker)

Halle. Eng ist es jetzt schon, wenn sich mehrere Lkw durch den Kreisel an der Alleestraße zwängen. Bald aber schon wird es dort erhebliche Probleme geben. „Wenn die Autobahn Ende des Jahres in Halle endet, wird der Kreisel das Verkehrsaufkommen nicht mehr bewältigen können", sagt Dietmar Stölting, Projektleiter von Straßen.NRW. Nach dem aktuellen Verkehrsgutachten werden nach Fertigstellung des Autobahnteilstücks täglich 18 500 Fahrzeuge von der A 33 in den Kreisel fahren, 11 000 Fahrzeuge kommen aus der Gegenrichtung, mehrere tausend Fahrzeuge biegen von der Alleestraße in den Verteilerring ein. Zu viele. Staus wären damit programmiert.

„Wir werden deshalb eine provisorische Ausfahrt schaffen", sagt Stölting. Der Plan: Die Autobahn endet nicht an der Westumgehung vor dem Kreisel. Stattdessen wird der Verkehr aus Richtung Bielefeld auf der A 33-Trasse unter der Grünbrücke Postweg hindurch weitergeführt und von dort nach etwa 100 Meter über die provisorische Ausfahrt auf die parallel verlaufende L 782 (Westumgehung) Richtung Borgholzhausen geleitet.

Auch wer von der Alleestraße oder aus Bokel kommend Richtung Borgholzhausen fahren will, muss die Route über die A 33 nehmen. Die Zufahrt erfolgt über den Allee-Straßen-Kreisel.

Westumgehung unter der Grünbrücke wird gesperrt

Auch der aus Norden kommende Verkehr, der weiter Richtung Gütersloh fahren will nimmt diese Route über die A 33-Trasse und den Kreisel. Der Abschnitt der neuen Westumgehung zwischen Kreisverkehr und der provisorischen Abfahrt hinter der Grünbrücke Postweg wird bis kurz vor dem Lückenschluss Ende 2019 für knapp ein Jahr gesperrt. Dietmar Stölting schätzt, dass die Schaffung der provisorischen Abfahrt keine nennenswerten zusätzlichen Kosten verursachen wird.

Fraglich ist indes, ob es nicht auch mit der neuen Lösung zu Rückstaus in Richtung Alleestraße oder Bokel kommen wird. Denn die auf der Autobahn aus Richtung Bielefeld kommenden Fahrzeuge müssen vor der provisorischen Abfahrt von zwei Spuren auf eine geführt werden. Für Autos die aus dem Kreisel auf die A 33-Trasse einbiegen wollen, könnte es schwer werden, eine Lücke zu finden.

„Es könnte sein, dass es sich dort knubbelt", sagt Stölting, sieht aber keine Alternative zu dieser Lösung. Knubbelig wird es mit Sicherheit Ende 2019 für einige Wochen werden. „Denn wenn wir die provisorische Ausfahrt kurz vor der Freigabe der Strecke in Richtung Borgholzhausen zurückbauen, muss der gesamte Verkehr für diese Zeit doch über den Kreisel geführt werden", erklärt der Projektleiter von Straßen.NRW. Wer aus der Haller Innenstadt kommend Richtung Gütersloh oder Osnabrück fahren will, sollte deshalb vorsorglich eine andere Route wählen.

Währenddessen nehmen die Arbeiten auf der Trasse langsam wieder Fahrt auf. Planer Olaf Kindervater von Straßen.NRW erklärte, dass über den Jahreswechsel nur wenige Firmen dort aktiv waren. Zudem müssten durch die Regenfälle der vergangenen Wochen viele Bereiche erst einmal abtrocknen. „Derzeit stehen Kanalbauarbeiten im Vordergrund. Zudem werden im Bereich der Regenrückhaltebecken Wege angelegt", sagte Kindervater. Insgesamt sei man mit den Arbeiten im Plan.

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